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Donnerstag, 28. Mai 2009

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Xetra

Die Kinder schätzen die vielen Leckereien im Süßigkeitenladen. Vor allem, dass sie sich die Tüten selbst zusammenstellen können. Das Gewicht und den Preis liest die Verkäuferin auf ihrer elektronischen Waage ab. Die Arbeit mit den digitalen Waagen hat Vorteile: Sie ist schneller und exakter als mit einer mechanische Waage.

Ähnlich funktioniert auch der Computer-Handel an der Frankfurter Börse. Wie das Preisefestsetzen mit elektronischen Waagen ist das Arbeiten mit Xetra, dem elektronischen Handelssystem der Deutschen Börse. Was früher auf dem Parkett mit lautem Geschrei zwischen Maklern und Aktienhändlern erledigt wurde, läuft bei Xetra geräuschlos und unsichtbar im Computersystem ab.

Das Geschäft per Computer kennt kaum Grenzen. Der Aktienhandel auf dem altehrwürdigen Frankfurter Parkett dient eigentlich nur noch als Kulisse fürs Fernsehen und für Börsenbesucher.

"Die Einführung des elektronischen Handelssystems 1997 stieß erst einmal nicht auf Gegenliebe. Die Börsianer fürchteten um den Parketthandel. Aber das elektronische Handelssystem hat auch viele Vorteile: Es ist schnell und sicher. Ich glaube, das finden mittlerweile auch viele Börsianer sehr gut", meint n-tv Börsenreporterin Sabrina Bauer.

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Mehr als 4600 Aktienhändler sind an das System angeschlossen. An Spitzentagen führt das elektronische Handelssystem 8,5 Millionen Transaktionen aus. Kaufen und verkaufen per Mausklick. Mehr als 10.000 Wertpapiere sind über Xetra handelbar, mittlerweile auch Optionsscheine und Zertifikate.

"Xetra bietet eine Reihe von Vorteilen: Es ist schnell und sicher. Es bietet marktgerechte Preise. Es stellt die Anonymität der Handelspartner sicher und, was aus Anlegersicht interessant ist, die Transaktionskosten sind gering. Mittlerweile werden übrigens 85 Prozent des gesamten Deutschen Börsenhandels über Xetra abgewickelt", erzählt Sabrina Bauer.

Einziger Nachteil seit es Xetra gibt: Die Börse, so wie sie früher einmal war, ist als Kommunikationszentrum auf der Strecke geblieben. Denn den Computer interessieren keine Gerüchte, sondern nur die nackten Zahlen.

Im Laden ist das noch anders. Hier setzt die Verkäuferin vor allem auf persönliche Beratung und freundliche Gespräche, damit die Kinder sich auch richtig wohl fühlen und gerne wiederkommen.

Von Katharina Kiecol

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