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Dienstag, 02. September 2008

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Gold

Gold ist in, auch in der Mode. Spezielle Kollektionen locken wohlhabende Käufer. Es gibt sogar Badeanzüge aus purem Gold. Wie kein anderer Stoff ist das Edelmetall das Statussymbol für die Schönen und Reichen. Auf Luxusmessen wird vom Goldbett bis zum Goldsofa alles angeboten.

Doch auch die Börsenhändler interessieren sich für das Metall. Gehandelt wird es an Warenbörsen, dem Umschlagplatz für Rohstoffe. Eine der größten ist die New York Mercantile Exchange, kurz NYMEX. Ob Bananen oder Kaffee, Weizen oder Schweinehälften, Baumwolle oder Rohöl - sowohl Lebensmittel wie auch mineralische Rohstoffe wechseln an den Warenbörsen den Besitzer.

"Rohstoffe werden von den Händlern nicht wirklich in Säcken über das Parkett gezogen, sondern diese Händler handeln Rechte auf diese Rohstoffe, die entweder physisch hinterlegt sind oder erst noch produziert werden müssen. Diese Rechte verbriefen die Lieferung zu einem Termin in der Zukunft. Und deshalb spricht man hier auch vom so genannten Terminhandel", erklärt Funda Tarhan, Börsenexpertin der Royal Bank of Scotland

Die Rohstoffbörsen auf der ganzen Welt boomen. Dreistellige Milliardenbeträge sind dort weltweit investiert - Tendenz steigend. Vor allem aufstrebende Länder wie China oder Indien benötigen immer mehr Lebensmittel, Öl und Stahl und treiben die Preise nach oben.

Die Kurve zeigt zum Beispiel den Preis für Weizen. Auch bei anderen Lebensmitteln wie Reis oder Fleisch steigt die Nachfrage deutlich an.

"Lebensmittel brauchen wir alle zum Überleben, und Rohstoffe generell sind wichtig für eine funktionierende Weltwirtschaft. Tatsächlich wird heute kein Produkterzeugnis mehr hergestellt ohne das Beimischen von Rohöl. Rohöl ist sozusagen der Schmierstoff für eine funktionierende Weltwirtschaft. Deshalb ist ein steigender Rohölpreis auch sehr belastend für die gesamte Wirtschaft, und für die Unternehmen, die an der Börse gelistet sind", so Tarhan.

Und der Ölpreis ist im historischen Vergleich enorm angestiegen. Zu Beginn des neuen Jahrtausends hat er sich innerhalb von zehn Jahren praktisch verzehnfacht.

Und auch der Goldpreis ist vergleichsweise stark gestiegen. Einen ersten Höhepunkt erreichte er im Jahr 1980, kurz nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan. 27 Jahre später, als die Immobilienkrise in den USA weltweit für Turbulenzen sorgte, schoss er wieder nach oben. Ein hoher Goldpreis gilt vielen als Anzeichen für eine aufziehende Krise. Denn besorgte Anleger tauschen ihre Wertpapiere oft gegen Goldbarren oder Münzen ein.

Gold ist praktisch unzerstörbar - im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen: Es verdirbt nicht, rostet nicht und schmilzt erst bei über 1.000 Grad. Auch deshalb wird das Edelmetall von Zentralbanken als Währungsreserve eingelagert.

Der allergrößte Teil des Goldes steckt aber in solchen Armbändern und Colliers: Mehr als die Hälfte des Goldes auf der Welt ist in Schmuck verarbeitet. Eine Wertanlage, die nicht nur beständig ist, sondern die Trägerin auf ganz besondere Weise glänzen lässt.

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