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"Forbes"-Liste 2012: Wer bleibt Milliardär?

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Zwei, die sich gefunden und ein Milliardenvermögen daraus gemacht haben: die Google-Gründer Larry Page (l.) und Sergey Brin im Jahr 2005. Mit Ende 30 sind sie die mit Abstand jüngsten unter den 25 Mega-Reichen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Zwei, die sich gefunden und ein Milliardenvermögen daraus gemacht haben: die Google-Gründer Larry Page (l.) und Sergey Brin im Jahr 2005. Mit Ende 30 sind sie die mit Abstand jüngsten unter den 25 Mega-Reichen.

Zwei, die sich gefunden und ein Milliardenvermögen daraus gemacht haben: die Google-Gründer Larry Page (l.) und Sergey Brin im Jahr 2005. Mit Ende 30 sind sie die mit Abstand jüngsten unter den 25 Mega-Reichen.

Auf jeweils 18,7 Mrd. Dollar schätzt Forbes das Vermögen der beiden Suchmaschinen-Revolutionäre. Damit belegen sie beide den 24. Rang.

Ein Vermögen von geschätzten 19 Mrd. Dollar nennt die Familie des Süßigkeiten-Unternehmers Michele Ferrero ihr Eigen. Das bewahrt ihn nicht vor dem bitteren Schicksal, im Frühjahr 2011 seinen Sohn Pietro beerdigen zu müssen, der einem Herzinfarkt erlegen war.

Ferreros Vermögen, das ihm den weltweit 23. Platz sichert, gründet auf Schokolade. Neben unzähligen "Kinder"-Produkten wie dem Überraschungsei gehören auch Nutella, Mon Chéri oder Hanuta zum Sortiment.

Weitaus abstraktere Geschäfte machten George Soros zum Milliardär. Der Investor spekulierte unter anderem erfolgreich gegen das britische Pfund, was das Land aus dem Europäischen Währungssystem katapultierte. Soros brachte das nicht nur den Beinamen "The man who broke the Bank of England" ein, ...

... sondern mehrte auch das Vermögen auf mittlerweile 20 Mrd. Dollar. Im weltweiten Vergleich liegt der gebürtige Ungar damit auf Rang 22.

Lakshmi Mittal ist das Lachen nicht vergangen, dabei musste der indische Unternehmer bei seinem Vermögen deutliche Abstriche machen.

Der Chef des Stahlriesen ArcelorMittal (hier mit seiner Frau Usha) kommt laut Forbes im März 2012 auf ein Vermögen von 20,7 Mrd. US-Dollar - Platz 21 im Ranking. Im Vorjahr wurde sein Vermögen noch mehr als 10 Mrd. Dollar größer geschätzt, damals lag er auf Rang 6.

Lady Gaga (l.) dürfte mit ihren Platten gutes Geld verdienen - doch für einen Spitzenplatz in der Milliardärsliste reicht es noch lange nicht. Hier muss ihr Begleiter, der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, herhalten.

Bloomberg hat mit seiner Agentur für Finanzinformationen ein Vermögen gemacht - genauer gesagt 22 Mrd. Dollar. Damit landet er 2012 auf Rang 20.

Die Kleinigkeit von 300 Mio. Dollar trennen ihn von Rang 19, den Mukesh Ambani für sich in Anspruch nimmt. Ambani steht an der Spitze des Öl- und Gaskonglomerats Reliance, dem wertvollsten Unternehmen Indiens.

Mit Rang 19 ist Ambani im weltweiten Vergleich zwar deutlich von zuletzt Rang 9 abgesackt. Dennoch gilt er als einer der reichsten Männer Asiens - hier in Begleitung seiner Frau Nita.

Auf Platz 16 bis 18 liegen Jim (r.), Alice und Robson Walton. Die drei Geschwister sind Erben des US-Handelsriesen Wal-Mart, dem größten privaten Arbeitgeber der Welt mit über zwei Millionen Angestellten.

Ihr jeweiliges Vermögen schätzt Forbes im März 2012 auf 23,1 Mrd. (Robson), 23,3 Mrd. (Alice) und 23,7 Mrd. Dollar (Jim).

Übertrumpft werden die drei lediglich von Miterbin Christy Walton, die auf Rang 11 liegt. Ihr bereits verstorbener Ehemann John investierte früh in den Solaranbieter First Solar, was dem Vermögen einen kräftigen Schub gab.

Fotos von Christy Walton sind rar. Dazu trägt möglicherweise auch bei, dass sie Forbes zufolge die reichste Frau der Welt ist.

Zu großem Reichtum kam durch ein Erbe einst auch Liliane Bettencourt. Die Erbin des Kosmetikriesen L'Oreal ist laut Forbes 24 Mrd. Dollar schwer, damit liegt sie auf Rang 15. Der Preis dafür sind jedoch jahrelange Familienzwistigkeiten und Affären, etwa Vorwürfe der Steuerhinterziehung oder illegaler Spenden an die französische Regierungspartei UMP.

Derzeit kämpft die an Demenz erkrankte 89-jährige Bettencourt gegen ihre Entmündigung, die im Herbst 2011 gerichtlich entschieden wurde. Seitdem wird ihr Vermögen von Tochter Francoise (r.) und ihren zwei Enkeln verwaltet.

Mit Spielcasinos in Las Vegas und Macao verdient Sheldon Adelson sein Geld, das ihn im März 2012 auf ein Vermögen von 24,9 Mrd. Dollar kommen lässt. Damit steht er auf der Forbes-Liste der Milliardäre auf Rang 14.

Mit seinem Geld investiert der 78-Jährige nicht nur in spektakuläre Casinos, sondern ist auch Unterstützer der US-Republikaner. Präsidentschaftskandidat Newt Gingrich hilft Adelson 2012 bei seiner Bewerbung im Rennen um das Amt mit 10 Mio. Dollar.

Den zwölften Rang teilen sich die Brüder David und Charles Koch, Inhaber des zweitgrößten Familienkonzerns der USA, Koch Industries. Das Unternehmen ist vor allem im Öl- und Chemiegeschäft aktiv und setzt im Jahr geschätzte 100 Mrd. Dollar um.

Beide Brüder verfügen über ein geschätztes Vermögen von je 25 Mrd. Dollar. Das setzen sie auch für ihre politischen Ziele ein: David und Charles Koch sind Förderer und Organisatoren der rechtspopulistischen und marktradikalen Tea-Party-Bewegung.

Sie gründeten 1977 das Cato Institute, die erste Denkfabrik für libertäre Überzeugungen. Heute zählt die Einrichtung zu den einflussreichsten Thinktanks der Vereinigten Staaten.

Deutlich zurückhaltender agiert Deutschlands reichster Mann, der Aldi-Mitbegründer Karl Albrecht. Der öffentlichkeitsscheue Unternehmer besitzt ein Vermögen von geschätzten 25,4 Mrd. Dollar. Damit kommt er auf Rang 10.

Sein Bruder Theo Albrecht, Herr über Aldi Nord, starb im Juli 2010 im Alter von 88 Jahren. Seine Nachfahren kommen mit 17,8 Mrd. Euro Vermögen auf den 32. Rang.

Neuntreichster Mann der Welt ist Li Ka-shing. Sein erstes Vermögen machte er einst mit Plastikblumen, heute ist er der Mehrheitseigner von Hutchison Whampoa, einem der größten Unternehmen Hongkongs. In Deutschland ist er mit 40 Prozent an der Drogeriemarktkette Rossmann beteiligt.

Als reichster Chinese der Welt verfügt er im März 2012 über ein geschätztes Vermögen von 25,5 Mrd. Dollar.

Mit 26 Mrd. Dollar knapp darüber liegt Stefan Persson. Der Unternehmer ist der Sohn des H&M-Gründers Erling Petersson. An der Textilkette hält er knapp ein Drittel der Anteile.

Persson ist nicht nur reicher als Landsmann und Ikea-Gründer Invar Kamprad, sondern er kommt auch im weltweiten Ranking auf den beachtlichen Platz 8.

Das ist der reichste Mann Südamerikas: Eike Batista. Das Vermögen des Brasilianers wird auf 30 Mrd. Dollar geschätzt. Damit liegt er weitweit auf dem 7. Platz.

Batista ist der Herr über ein ganzes Unternehmensnetzwerk. Es erstreckt sich vom Berg- über den Schiffsbau, den Energiesektor und Logistikbereich bis hin zu Tourismus und Unterhaltung.

Einziger Absteiger unter den obersten 10 Plätzen der Superreichen der Welt ist Larry Ellison. Der Gründer des Softwarekonzerns Oracle landet mit bescheidenen 36 Mrd. Dollar nur noch auf Platz 6. Im Vorjahr stand er noch an 5. Stelle.

Für den selbstbewussten Ellison dürfte das ein harter Schlag sein. Denn fast schon zum geflügelten Wort wurde die Frage: "Was ist der Unterschied zwischen Larry Ellison und Gott? - Gott glaubt nicht, er sei Larry."

Ellisons Platz nimmt 2012 der spanische Textilunternehmer Amancio Ortega ein. Dessen Vermögen schätzt Forbes auf 37,5 Mrd. Dollar. Schon im Jahr zuvor hat er ein Hab und Gut um mehrere Milliarden ausgebaut.

Ortega ist der Mann hinter Inditex, besser bekannt als das Unternehmen hinter der Bekleidungskette Zara.

Verglichen mit Zara ist Bernard Arnault bei den Preisen seiner Waren in gänzlich anderen Sphären unterwegs. Der Herr über den Luxuskonzern LVMH steht hinter Marken wie Louis Vuitton, Moet & Chandon oder Hennessy.

So deutlich wie bei den Preisetiketten fällt Arnaults Vorsprung gegenüber Zara-Boss Ortega beim Privatvermögen nicht aus: Als reichster Europäer sitzt er auf einem Vermögen von geschätzten 41 Mrd. Dollar.

US-Investorenlegende Warren Buffett kann sein Platz auf dem Treppchen verteidigen: 44 Mrd. Dollar nennt der Herr über Berkshire Hathaway sein Eigen. Damit liegt er auf dem weltweit dritten Platz.

Und das, obwohl Buffett bei seinem Vermögen innerhalb des letzten Jahres deutliche Abstriche machen musste: 2011 standen noch satte 50 Mrd. Dollar Vermögen in der Forbes-Liste. Manchmal ist Eis am Stiel halt wichtiger.

Für Forbes-Freunde ein alter Hut ist auch Bill Gates. Der Gründer von Microsoft sitzt auf einem Vermögen von geschätzten 61 Mrd. Dollar. Damit macht ihm niemand seinen Platz als zweitreichster Mann der Welt streitig.

Und das, obwohl er einen großen Teil seines Geldes in die eigene gemeinnützige Stiftung steckt. Gemeinsam mit Warren Buffett startete er 2010 die Initiative "The Giving Pledge", eine Aufforderung an die Superreichen, Geld für wohltätige Zwecke zu spenden.

Trommelwirbel für Carlos Slim: Der mexikanische Unternehmer ist der reichste Mensch der Welt. Sein Vermögen schätzt Forbes auf 69 Mrd. Dollar.

Dabei muss Slim gegenüber dem Vorjahr wegen eines schrumpfenden Börsenwerts seines Telekom-Riesen America Movil sogar einen Rücksetzer um 5 Mrd. Dollar verkraften.

Umhauen wird das den kräftigen Macher nicht, hat er doch ohnehin ein offensichtlich entspanntes Verhältnis zum Geld. In einem Interview sagte er einmal: "Wenn ich sterbe, werde ich nichts mitnehmen."

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