Nach einem chinesischen Hacker-Angriff droht Google mit einem Rückzug aus China. Kein großer Wurf, wie man im Folgenden sieht.
Eine Reihe ausländischer Firmen hat es GOOGLE bereits vorgemacht:
TIME WARNER CINEMAS: Der Medienriese gab bereits vor drei Jahren seine Kinos in China an örtliche Partner ab.
2005 hatte die Regierung festgelegt, dass ausländische Firmen wie TIME WARNER die Kontrolle an chinesische Partner übergeben müssen.
EBAY: Das Internetauktionshaus zog sich sogar schon vor vier Jahren, 2006, aus China zurück. Sein China-Geschäft brachte das Online-Auktionshaus in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Tom Online ein, in dem Tom die Kontrollmehrheit erhielt.
EBAY war zuvor mit sehr hartem Wettbewerb durch die chinesische Alibaba-Tochter Taobao konfrontiert gewesen.
YAHOO: Der Internet-Konzern brachte 2005 sein China-Geschäft in die Alibaba-Gruppe ein (im Bild Alibaba-Chef Jack Ma mit dem damaligen COO von Yahoo, Daniel Rosenzweig).
YAHOO investierte eine Milliarde US-Dollar im Gegenzug für einen 40-Prozent-Anteil an der größten chinesischen E-Commerce-Firma.
FOSTERS: Wegen des zu harten Wettbewerbs verkaufte der australische Brauer 2006 sein chinesisches Biergeschäft an Suntory.
Fosters Group
AHOLD: Der niederländische Lebensmittelhändler verkaufte seine verlustreichen Geschäfte in China im Jahr 1999.
AHOLD sah sich nicht in der Lage, gegen örtliche Wettbewerber zu konkurrieren.
GIORDANO: Die Mode-Kette musste in den Jahren zwischen 1994 und 1996 einige Filialen schließen, nachdem sich Firmengründer Jimmy Lai verbal mit dem damaligen Ministerpräsidenten Li Peng angelegt hatte.
GIORDANO-Gründer Lai hatte diesen als "Schildkröten-Ei" - eine schwere Beleidigung im Chinesischen - bezeichnet.
Lai musste seine Position in der Firma aufgeben. Er baute danach sein Imperium in Taiwan aus.
LEVI STRAUSS: Der nicht börsennotierte Jeanshersteller aus San Francisco hatte sich wegen Sorgen über Menschenrechtsverletzungen 1993 aus China zurückgezogen, kehrte aber später wieder zurück.
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