Die Nuklear-Katastrophe in Japan rückt mit gewaltiger Kraft die erneuerbaren Energien in den Fokus.
Ob Solarstrom, ...
...Windenergie...
...oder Biokraftstoff, die unerschöpfliche Kraft regenerativer Ressourcen erlebt eine wahre Renaissance, vor allem auf dem Aktienparkett.
Die Fieberkurve der erneuerbaren Energien in Deutschland, der ÖkoDax, hat mit den Katastrophenmeldungen aus Japan einen kräftigen Sprung nach oben gemacht.
Im ÖkoDax stecken die nach ihrem Börsenwert zehn größten Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Die folgenden zehn Unternehmen sind aktuell Mitglied des ÖkoDax:
CENTROTHERM: Wenn irgendwo auf der Welt Solarsilizium oder Solarzellen produziert werden, steckt oft die Technik von Centrotherm dahinter. Der Anlagenbauer gehört in der Entwicklung von Produktionsanlagen für die Solarbranche zu den weltweit führenden Anbietern. 2010 setzte Centrotherm 624,2 Mio. Euro um und verdiente damit operativ 75,4 Mio. Euro.
Centrotherm, 3 Monate
CONERGY: Kaum ein Unternehmen der Branche hat Höhen und Tiefen der Branche so hautnah miterlebt wie Conergy. Erst hochgejubelt, dann nur haarscharf an der Pleite vorbeigeschrammt, sind die Hamburger einer der großen Hersteller von Solarsystemen. Der Umsatz 2010 lag bei 913,5 Mio. Euro, das operative Ergebnis lag bei minus 13,8 Mio. Euro.
Conergy, 3 Monate
CROPENERGIES: Der Bioethanol-Produzent stellt Kraftstoff aus Getreide und Zuckerrüben her und gehört dabei zu den größten Herstellern in Europa. Der Umsatz lag 2010 bei 374,1 Mio. Euro, operativ verdiente Cropenergies damit 9,4 Mio. Euro.
Cropenergies, 3 Monate
NORDEX: Für das Geschäft mit dem Wind zeichnet im ÖkoDax der Windradbauer Nordex verantwortlich. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Windenergieanlagen und erlöste damit 2010 einen Umsatz von 1008 Mio. Euro. Das operative Geschäft brachte dabei einen Gewinn von 40 Mio. Euro ein.
Nordex, 3 Monate
PHOENIX SOLAR: Das Unternehmen plant, baut und betreibt Solar-Großkraftwerke und ist darüber hinaus Großhändler für Photovoltaikanlagen und Solarmodule. Der Jahresumsatz 2010 lag bei 635,7 Mio. Euro, operativ verdiente Phoenix Solar dabei 36,4 Mio. Euro.
Phoenix Solar, 3 Monate
Q-CELLS: Mit seiner Spezialisierung auf die Produktion von Solarzellen gehört Q-Cells zu den großen Anbietern weltweit. 2010 setzte das Unternehmen damit 1354,2 Mio. Euro um und verdiente operativ 82,3 Mio. Euro.
Q-Cells, 3 Monate
ROTH & RAU: Als hoch spezialisierter Branchenanbieter entwickelt Roth & Rau Systeme für die Solarbranche. Mit den Systemen des Unternehmens werden Solarzellen so beschichtet, dass möglichst wenig Licht reflektiert wird. 2010 setzte Roth & Rau 268,9 Mio. Euro um, fuhr damit jedoch einen operativen Verlust von 25,9 Mio. Euro ein.
Roth & Rau, 3 Monate
SMA SOLAR: Erst seit Mitte 2008 an der Börse, gehört SMA Solar in ihrer Nische zu den Marktführern der Branche. Das Unternehmen stellt so genannte Wechselrichter her, die den Gleichstrom aus den Solarmodulen in nutzbaren Wechselstrom umwandeln. Noch hat SMA für 2010 keine Jahresbilanz gezogen, doch in den ersten 9 Monaten des Jahres setzte das Unternehmen 1442,5 Mio. Euro um, rund anderthalb Mal so viel wie im Gesamtjahr 2009.
SMA Solar, 3 Monate
SOLARWORLD: Vom Solarsilizium über Solarwafer und Solarzelle bis hin zu Modulen und Solarstromanlagen deckt Solarworld alle Stufen der Produktion von Photovoltaik-Anlagen selbst ab und ist eines der drei weltgrößten Unternehmen der Branche. Der Jahresumsatz 2010 von 1305 Mio. Euro brachte Solarworld einen operativen Gewinn von 193 Mio. Euro.
Solarworld, 3 Monate
VERBIO: Als einziges Biokraftstoff-Unternehmen Europas produziert Verbio sowohl Biodiesel als auch Bioethanol in industriellem Maßstab. Auch Verbio hat noch keine Jahresbilanz gezogen, setzte in den ersten neun Monaten jedoch 370,5 Mio. Euro um und verdiente damit ein Betriebsergebnis von 7,9 Mio. Euro.
Verbio, 3 Monate
Wie nachhaltig die Wiederentdeckung der Atom-Akternativen auf dem Börsenparkett jedoch ausfällt, muss sich erst noch zeigen.
Anleger, die mit dem ÖkoDax am Wachstum der erneuerbaren Energien setzen wollen, müssen jedoch im Blick behalten, dass der Index nur deutsche Unternehmen der Branche berücksichtigt. Die starke Konkurrenz, insbesondere in China, bleibt damit außen vor.
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