Der Burdsch Dubai, der "Turm von Dubai", ist fertig.
Zur Eröffnung wurde der Turm bereits umbenannt: in "Burdsch Chalifa" - benannt nach dem Herrscher von Abu Dhabi und Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Chalifa bin Said al-Nahjan.
Das mit über 828 Metern höchste Haus der Welt hat mehr als 160 Stockwerke.
Der Bau wurde in mehr als fünf Jahren fertiggestellt und kostete rund drei Milliarden Euro.
Trotz der Finanzkrise, in der Dubai aktuell steckt, wurde das neue Wahrzeichen mit einem grandiosen Feuerwerk in Anwesenheit der Herrscherfamilie und 6.000 Gästen gefeiert.
Der Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, feierte am Eröffnungstag auch seine Amtsübernahme vor vier Jahren.
Hier die Reihenfolge der seit den 1930er Jahren höchsten Häuser der Welt: das Chrysler Building in New York, das Empire State Building in New York, die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York, ...
... der Willis Tower in Chicago (ehemals Sears Tower), die Petronas Towers in Kuala Lumpur, der Taipeh 101 in Taipeh.
Nun folgt der Burdsch.
Mit dem Tower ist nach den Palm Islands ein weiteres Superlativ in den Wüstenstaat eingezogen.
Die Terrasse "At the Top" liegt im 124. Stockwerk und ist damit die höchste Aussichtsplattform der Welt.
Ein weiterer Weltrekord: Bis in die Höhe von 605 Metern gelang es den Ingenieuren, besonders druckfesten Beton hochzupumpen.
Das Gebäude verfügt über 57 Aufzüge, die unterschiedliche Bereiche ansteuern.
In der Regel gelangt man mit einem Expresslift zu einer der "Sky Lobbies" im 43., 76. oder 123. Stock, ...
... wo man in einen anderen Lift umsteigt, der einen in die gewünschte Etage bringt.
504 Meter legt der Hauptlasten-Aufzug zurück, auch das ist Weltrekord. Er rast mit einer Geschwindigkeit von neun Metern pro Sekunde durch seinen Schacht.
Ein weiterer Lastenlift endet in einer Höhe von 636,9 Metern - der höchste Punkt der Welt, der von einem Lift erreicht wird.
Der Turm beherbergt 1044 Appartements, 160 Zimmer und Suiten des Armani-Hotels.
Unter dem Burdsch befinden sich 3000 unterirdische Garagenplätze.
Der Temperaturunterschied zwischen Parterre und Spitze beträgt acht Grad.
Das Monster-Bauwerk soll Dubais neues Zentrum werden.
Die Grundplatte hat eine Fläche von 7000 Quadratmetern.
Zu Spitzenzeiten waren auf der Baustelle 12.000 Arbeiter beschäftigt, die meisten kamen aus Indien und Pakistan.
Ihr Lohn: 2,80 bis 5,60 Euro pro Tag. Die ausländischen Ingenieure haben deutlich mehr verdient.
In einer Bauzeit von fünf Jahren, drei Monaten und 15 Tagen wurden 31.400 Tonnen Stahl verbaut. Ein Teil davon stammt aus dem abgerissenen "Palast der Republik" in Berlin.
Die Fassade zieren 28.261 Glasplatten.
Ein deutscher Hersteller baute rund 13.000 Türen ein und bestückte die Eingangshalle mit acht Drehtüren.
Der Springbrunnen vor dem Gebäude schießt seine Fontänen in eine Höhe von 274,32 Metern, auch das ist Weltrekord.
Gesehen werden kann der Koloss bei klarem Wüstenwetter aus einer Entfernung von bis zu 95 Kilometern.
Der Turm sei stabiler als andere Wolkenkratzer, die deutlich kleiner sind, behauptet Bauleiter George Efstathiou. Selbst heftige Stürme seien nicht zu spüren.
Nach Einschätzung von Experten könnte der Rekord-Wolkenkratzer womöglich das vorläufig letzte gigantische Bauprojekt in Dubai gewesen sein.
Ende 2009 hatten die Finanzprobleme des Emirates die Börsen weltweit erschüttert. Dubai hat Schulden in Milliardenhöhe angehäuft.
Ein Wahrzeichen wird das Ungetüm dennoch werden.
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