Managergehälter sollen sich an langfristigen Erfolgen orientieren. Dafür hat noch die alte Bundesregierung die gesetzlichen Weichen gestellt. Exzesse wie in den USA sind in Deutschland damit zwar nicht möglich, dennoch sorgen die Gehälter der Dax-Vorstände immer noch für Wirbel. Auch weil die Verdienste im Krisenjahr 2009 kaum gesunken sind, wie aus ...
... einer neuen Studie des Vergütungsberaters Evers und des "Handelsblatts" hervorgeht. Es folgt eine Rangliste der 15 Topverdiener unter den Dax-Vorständen, deren Unternehmen bislang ihre Bilanzen veröffentlicht haben.
Auf Platz 15 landet Wolfgang Mayrhuber, Chef der Deutschen Lufthansa. Sein Verdienst: 1,67 Mio. Euro, davon knapp 1,02 Mio. Euro als Festgehalt. Dazu kommen noch 300.000 Euro Pensionsaufwendungen. Und das, obwohl ...
... die Kranich-Airline 2009 erstmals seit sechs Jahren wieder in die roten Zahlen geflogen ist.
Einen Platz vor Mayrhuber rangiert der "Herr der blauen Nivea-Cremedosen", Beiersdorf-Chef Thomas-Bernd Quaas mit einer Vergütung im vergangenen Jahr von 1,82 Mio. Euro. Immerhin 450.000 Euro sind fester Bestandteil. Zudem zahlt Beiersdorf für Quaas noch 125.000 Euro in dessen Pensionskasse.
Beiersdorf selbst verbuchte 2009 einen Gewinneinbruch und leichten Umsatzrückgang. Schuld daran war in erster Linie die kriselnde tesa-Sparte.
Auf Anhieb Platz 13 springt für K+S-Lenker Norbert Steiner heraus. Seine Vergütung durch den Dax-Neuling beläuft sich auf 2,1 Mio. Euro. Lediglich 614.000 Euro davon sind Festgehalt. Als Schmankerl erhält er 125.000 Euro an Pensionsaufwendungen - trotz eines ...
Mit 2,66 Mio. Euro nur knapp die Top Ten verfehlt hat Merck-Boss Karl-Ludwig Kley. Auf 2,66 Mio. Euro beläuft sich sein Verdienst im vergangenen Jahr. 1,24 Millionen davon sind fester Bestandteil. Zusätzlich zu seiner Vergütung zahlt Merck noch 568.000 Euro Pensionsaufwendungen.
Merck selbst verbuchte 2009 als Krisenjahr. Allein das operative Ergebnis brach um mehr als 40 Prozent ein. Nun bastelt Merck an der milliardenschweren Übernahme von Millipore.
Ebenfalls nicht in den Top Ten ist Telekom-Chef Rene Obermann. Sein Verdienst wird auf 2,73 Mio. Euro beziffert, rund die Hälfte davon ist Festgehalt. Zudem zahlt die Telekom noch Pensionsaufwendungen von 549.000 Euro. Rang 11.
Der Konzern selbst verfehlte 2009 die Erwartungen und will mit einem noch rigoroseren Sparkurs zurück in die Erfolgsspur.
2,85 Mio. Euro lässt Henkel für seinen Vorstandsvorsitzenden Kaspar Rorsted 2009 springen. Knapp eine Mio. davon ist Festgehalt, der Rest Optionen. An Pensionsaufwendungen zahlt der Persil-Konzern noch 490.000 Euro obendrauf.
Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern kann mit der Arbeit Rorsteds wohl auch zufrieden sein: Immerhin sprang bei einem geringen Umsatzrückgang ein deutliches Wachstum beim operativen Ergebnis heraus.
Auf 3,32 Mio. Euro summiert sich die Vergütung des Münchener-Rück-Vorstandsvorsitzenden Nikolaus von Bomhard. 845.000 Euro werden fix gezahlt. In die Alterssicherung fließen zudem etwa 884.000 Euro. Ob der Verdienst ...
... auch 2010 in dieser Höhe liegen wird, bleibt abzuwarten, denn MüRü blickt etwas skeptischer ins laufende Jahr als noch vor Jahresfrist.
Mit 3,38 Mio. Euro landet BASF-Chef Jürgen Hambrecht auf Platz 8. Auf 1,2 Mio. Euro beläuft sich übrigens der Fixanteil.
Solides Gehalt für Hambrecht? zumindest überstand BASF das Krisenjahr 2009 positiv, erfüllte das Soll und übertraf die Erwartungen.
Werner Wenning hat gut Lachen. Der Bayer-Boss kassiert für seine Arbeit 2009 immerhin 3,57 Mio. Euro. Auch bei Wenning liegt der Fixanteil bei 1,2 Mio. Euro.
Große Kopfschmerzen dürften Wenning die zum Teil enttäuschenden Bayer-Zahlen im abgelaufenen Jahr aber nicht bereiten. Es war seine letzte Bilanz. Sein Nachfolger als Lenker des Aspirin-Konzerns steht mit Marijn Dekkers bereits Gewehr bei Fuß.
Enttäuschende Zahlen, schwacher Ausblick? Egal: Adidas-Chef Herbert Hainer kassiert 2009 4,19 Mio. Euro. Nur 1,28 Mio. Euro sind fix.
Bei diesem Gehalt - immerhin Platz 6 in der Rangliste - muss das Jahr 2010 für Adidas besser werden. Aber zum Glück ist ja Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.
Nur noch auf Platz 5 rangiert Daimler-Boss Dieter Zetsche. Der Mann mit dem markanten Schnauzer erhält für seine Arbeit 4,34 Mio. Euro, davon sind 1,49 Mio. Euro fix. 2008 ...
... erhielt Zetsche noch mehr als 5 Mio. Euro, 2007 gar noch mehr als 10 Mio. Euro.
Daimler selbst sollte 2009 schnell abhaken. Der Autobauer fuhr einen Verlust in Milliardenhöhe ein. Seit Jahresbeginn büßt die Daimler-Aktie mehr als zehn Prozent ein.
Knapp das Treppchen verfehlt: Eon-Vorstandschef Wulf Bernotat. Von seinem Verdienst von 4,46 Mio. Euro entfallen 1,29 Mio. Euro auf einen fixen Anteil.
Bei den Pensionsaufwendungen wird auch nicht gespart: 570.000 Euro zahlt Eon für die Alterssicherung seines derzeitigen Chefs.
Und das obwohl nach Jahren deutlichen Wachstums 2009 eher als Konsolidierungsjahr in die Eon-Historie eingegangen ist. Auch im laufenden Jahr rechnet Deutschlands größter Energieversorger nur mit leichten Zuwächsen.
Auf dicke Hose kann dagegen VW-Chef Martin Winterkorn machen. Der Konzern zahlt ihm für das vergangene Jahr 6,6 Mio. Euro. Auch seine Pensionsansprüche können sich sehen lassen: 2,22 Mio. Euro.
Die erfolgreiche Übernahmeschlacht mit Porsche hat sich für Winterkorn damit ausgezahlt. Der selbst im Krisenjahr 2009 eingefahrene Gewinn ließ jüngst auch ...
... den Kurs der VW-Aktie wieder steigen.
Auf Platz 2 marschiert Siemens-Chef Peter Löscher mit einem Verdienst von 7,12 Mio. Euro. Immerhin 2,07 Mio. Euro davon sind fix.
Hinzu kommen noch 1,12 Mio. Euro für die Alterssicherung Löschers.
Siemens hatte im am 30. September 2009 abgeschlossenen Geschäftsjahr 2008/2009 die eigenen Erwartungen und die des Marktes erfüllt. Allerdings konnte der Ausblick nicht überzeugen.
É voilà - der bestverdienende Dax-Vorstand 2009 heißt Jürgen Großmann. Sein Jahressalär summiert sich auf 7,16 Mio. Euro. 2,7 Mio. Euro davon sind fix. Nicht zu ...
... verachten sind auch seine Pensionsansprüche, die sich 2009 auf 2 Mio. Euro belaufen. Ganz nach dem RWE-Motto: Vorweggehen. Da fällt scheinbar ...
... auch nicht ins Gewicht, dass RWE jüngst die Prognosen für das laufende Jahr kassiert hat.
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| Uhrzeit | Wert | Prognose |
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| 09:45 | 44,8 | 45,0 |
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| 09:50 | 52,3 | 51,7 |
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| 09:55 | 53,7 | 54,5 |
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| 10:00 | 50,4 | 50,5 |
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| 10:00 | 50,4 | 50,4 |
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| 10:30 | 56,0 | 53,3 |
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| 11:00 | +3,2% gg Vj | +3,2% gg Vj |
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| 11:00 | -1,6% gg Vj | -1,3% gg Vj |
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| 14:30 | +243.000 | +125.000 gg Vm |
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| 14:30 | 8,3% | 8,5% |
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| 14:30 | +0,04 US-Dollar | +0,05 US-Dollar |
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| 16:00 | +1,1% gg Vm | +1,5% gg Vm |
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| 16:00 | 56,8 | 53,1 |
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