09.02.2012 05:38 Uhr Frankfurt 04:38 Uhr London 23:38 Uhr New York 13:38 Uhr Tokio
Suche
Bilder- und Chartserien

Berichts-Endspurt: Dax-Riesen geben Gas

 
Berichts-Endspurt: Dax-Riesen geben Gas

Die im Zuge der Wirtschaftskrise eingebrochene Nachfrage und eine höhere Steuerquote haben dem Autohersteller BMW die Bilanz verhagelt. Sowohl die Einnahmen als auch das Nachsteuerergebnis gaben 2009 deutlich nach. Allerdings schafften die Münchener den Verbleib in den schwarzen Zahlen: Das Ebit auf 289 Mio. Euro nach noch 921 Mio. Euro 2008. Der Umsatz sank um 4,7 Prozent auf 50,68 Mrd. Euro.

"Wir haben uns 2009 in einem weltweit schwierigen Marktumfeld gut geschlagen. Unser Kostenmanagement sowie die gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz zeigen Wirkung, auch wenn die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zu spüren waren", sagte Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer.

Trotz des Gewinnrückgangs unter dem Strich will BMW die Dividende stabil halten. Es sollen erneut 0,30 Euro je Stamm- und 0,32 Euro je Vorzugsaktie ausgeschüttet werden.

BEIERSDORF verbucht das abgelaufene Jahr 2009 als Krisenjahr: Der Konzernumsatz sank organisch um 0,7 Prozent auf 5,8 Mrd. Euro. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn schrumpfte um 16 Prozent auf 587 Mio. Euro. Allerdings: Das Geschäft mit der Kernmarke Nivea legte um 1,3 Prozent leicht zu.

"Das Geschäft hat nicht mehr die Dynamik der vergangenen Jahre", bilanzierte Konzernchef Thomas-Bernd Quaas. Er monierte, der mächtige Handel gehe bei den Preisverhandlungen immer aggressiver vor. Besonders groß sei der Preisdruck in Spanien, gefolgt von Großbritannien und Frankreich.

Weil BEIERSDORF auch unter dem Strich weniger verdiente, sollen an die Aktionäre nur noch 70 Cent Dividende gezahlt werden. Im Jahr davor waren wegen Sondererlösen aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen 20 Cent mehr ausgeschüttet worden.

Nach dem Agrarboom, der der Kali-Branche und auch K+S 2008 Rekordergebnisse beschert hatte, folgte im Zuge der Finanzkrise ein steiler Absturz. Investoren kehrten dem Sektor den Rücken, Landwirte fuhren ihre Bestellungen zurück und K+S erlebte den schärfsten Einbruch seit Jahrzehnten. Der Gewinn sackte um 90 Prozent auf 93,6 Mio. Euro ab, der Umsatz um ein Viertel auf 3,6 Mrd. Euro.

"Die Düngemittelmärkte schrumpften in einer nie dagewesenen Schnelligkeit und einem bis dahin unvorstellbaren Ausmaß", blickte Firmenchef Norbert Steiner zurück. Aber die Hoffnung auf eine Besserung besteht: "Das Düngemittelgeschäft zieht mengenmäßig wieder spürbar an, wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Preisniveau."

Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2009 gab es bei der DEUTSCHEN POST weder positive noch negative Überraschungen: Nach einem einmaligen Absacken in die roten Zahlen im Vorjahr mit einem Minus von rund 1,7 Mrd. Euro stand - trotz weltweiter Konjunkturflaute - ein Nettogewinn von 644 Mio. Euro.

Für das laufende Jahr peilt Vorstandschef Frank Appel einen höheren Gewinn an. Die Weichen dafür sieht Appel mit einer zu erwartenden konjunkturellen Erholung gestellt. Die POST sei "sehr gut aufgestellt", um davon zu profitieren. Ungewiss sind die Erfolgsaussichten des geplanten Internet-Briefs. Start soll im Sommer sein. Über die Preisgestaltung hält sich der Post-Vorstand noch bedeckt. Auch hier wird es Wettbewerb geben.

Die Aktionäre dürfen sich über eine unveränderte Ausschüttung für 2009 von 0,60 Euro je Aktie freuen.

EON-Chef Wulf Bernotat hat mit einer gemischten Bilanz 2009 Abschied vom größten deutschen Strom- und Gaskonzern genommen. Erstmals seit seinem Amtsantritt vor sieben Jahren verzeichnete das Unternehmen bedingt durch die tiefgreifende Wirtschaftskrise und fallende Gaspreise beim Umsatz und Gewinn leichte Rückgänge: Der Erlös sank um 6 Prozent auf 82 Mrd. Euro und der um Zukäufe bereinigte Jahresüberschuss um 5 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro.

Bernotat zeigte sich dennoch zufrieden. Die Rezession habe zwar die Geschäfte beeinträchtigt, aber Eon befinde sich auf Kurs. Zum 1. Mai übergibt der 61-jährige Topmanager seinen Posten an den Stellvertreter Johannes Teyssen.

Die erfolgsverwöhnten EON- Aktionäre erhalten diesmal keinen zusätzlichen Schluck aus der Dividendenpulle. Mit 1,50 Euro je Aktie soll die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben.

Der Halbleiterkonzern INFINEON hat nach einem überraschend einträglichen Auftaktquartal seine Jahresprognose angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 (zum 30. September) erwartet das Unternehmen nun ein Umsatzplus von mehr als einem Fünftel auf mindestens 3,63 Mrd. Euro und eine operative Rendite im hohen einstelligen Bereich. Bislang war Infineon von einem Umsatzzuwachs von zehn Prozent und einer Marge um fünf Prozent ausgegangen.

Im Weihnachtsquartal hat das Unternehmen einen operativen Gewinn von 88 Mio. Euro erwirtschaftet. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Verlust von über 100 Mio. Euro in den Büchern gestanden. Der Umsatz kletterte um gut ein Viertel auf 941 Mio. Euro.

Konzernchef Peter Bauer führte die Entwicklung auf eine Erholung in den wichtigsten Absatzmärkten zurück. "Besonders die Segmente Automotive und Industrial & Multimarket konnten in hohem Maße vom Marktaufschwung profitieren", erklärte er.

Die Turbulenzen der Wirtschaftskrise und das dadurch schwächelnde Passagier- und Frachtgeschäft haben die LUFTHANSA voll erwischt. Erstmals seit 2003 rutschte die Kranich-Airline in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 112 Mio. Euro bei einem um mehr als 10 Prozent auf 22,3 Mrd. Euro gesunkenen Umsatz zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte die Airline noch einen Konzerngewinn von 542 Mio. Euro ausgewiesen.

2010 setzt die größte deutsche Airline wieder zu einem vorsichtigen Steigflug an: Der operative Gewinn soll über dem Vorjahresniveau von 130 Mio. Euro liegen. Gelingen soll das mit Hilfe des bereits begonnenen Sparprogramms und der Wirtschaftserholung, von der das kriselnde Passagiergeschäft vor allem in der zweiten Jahreshälfte profitieren dürfte.

"Bei den Kosten ist noch Luft", erklärte LUFTHANSA-Chef Wolfgang Mayrhuber. Als Risiko könnte sich ein wieder steigender Ölpreis erweisen.

Steigende Gewinne in der Finanzkrise und eine höhere Dividende: So geht die MÜNCHENER RÜCK aus dem Jahr 2009. Dank der Erholung an den Kapitalmärkten und ungewöhnlich wenigen Naturkatastrophen kletterte der Nettogewinn des Dax-Konzerns um rund 1 Mrd. Euro auf 2,56 Mrd. Euro.

Für 2010 ist das Unternehmen skeptischer: Wegen hoher Belastungen durch Naturkatastrophen dürfte der Nettogewinn nur noch bei etwas mehr als 2 Mrd. Euro liegen. Das Erdbeben in Chile und der Wintersturm "Xynthia" machen die MÜNCHENER RÜCK vorsichtig. Beides zusammen dürfte das Unternehmen mit rund 500 Mio. Euro belasten. "Xynthia" fällt weniger ins Gewicht, und zwar mit bis zu 100 Mio. Euro.

Die Dividende soll deutlich um 25 Cent auf 5,75 Euro je Anteilsschein angehoben werden. Zudem sind bis Ende April noch 500 Mio. Euro für Aktienrückkäufe vorgesehen, danach womöglich eine weitere Milliarde. Damit hat die MÜNCHENER RÜCK seit Ende 2006 fast neun Milliarden Euro in Dividenden und Aktienrückkäufe gesteckt.

Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern SALZGITTER hat mit tiefroten Zahlen 2009 überrascht: Unter dem Strich verlor Salzgitter 387 Mio. Euro, nachdem 2008 noch ein Überschuss von 677 Mio. zu Buche stand. Der Umsatz schrumpfte konzernweit um gut ein Drittel auf 7,8 Mrd. Euro.

Angesichts der zarten wirtschaftlichen Erholung in Europa erwartet SALZGITTER für die meisten seiner Sparten zwar eine Verbesserung der Geschäfte, allerdings - ähnlich wie die Rivalen ThyssenKrupp und ArcelorMittal - keine Sprünge.

Für 2010 prognostiziert SALZGITTER lediglich einen Vorsteuergewinn im zweistelligen Millionenbereich. "Ich erwarte zwar keinen zweiten Einbruch, aber die Märkte werden bis 2011 volatil bleiben", erklärte Finanzchef Heinz Jörg Fuhrmann.

VOLKSWAGEN hat trotz eines Absatzrekords einen unerwartet starken Gewinneinbruch verbucht. Im Jahr des Abwrack-Booms schrumpfte der Überschuss um 81 Prozent auf 911 Mio. Euro. Der Konzernumsatz sank um 7,6 Prozent auf 105,2 Mrd. Euro.

Auf das Jahr 2010 blickt VW mit Zuversicht. Umsatz und Ergebnis sollen steigen, der weltweite Marktanteil ausgebaut werden. VW-Chef Martin Winterkorn verweist zudem darauf, dass der Konzern finanziell "sehr solide" aufgestellt sei.

Trotz des Gewinneinbruchs sollen die Aktionäre eine Dividende von 1,66 Euro je Vorzugsaktie erhalten - nicht viel weniger als für das Jahr 2008, als 1,99 Euro gezahlt wurden. Stammaktionäre erhalten 1,60 Euro je Aktie.

Pharma hui, Chemie pfui - auf diese Formel bringen Anleger von BAYER die insgesamt enttäuschenden Zahlen des Konzerns. Der Umsatz fiel um 5 Prozent auf 31,2 Mrd. Euro, der bereinigte Gewinn (EBITDA vor Sonderposten) schrumpfte um 6,6 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro. Die Trendwende in der Kunststoffsparte zum Jahresende konnte die Belastungen aus dem ersten Halbjahr nicht mehr ausgleichen.

Im laufenden Jahr will BAYER wieder auf den Wachstumskurs zurückkehren. Der Umsatz soll währungs- und portfoliobereinigt um mehr als 5 Prozent steigen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll bis 2012 um etwa 10 Prozent pro Jahr zunehmen und dann etwa 5 Euro erreichen.

Trotz des Ergebnisrückgangs will BAYER unverändert eine Dividende von 1,40 Euro je Aktie an seine Anteilseigner ausschütten.

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE hat auch im Krisenjahr 2009 seinen Gewinn gesteigert. Die Aussichten beurteilt der Versorger allerdings wegen Verzögerungen bei Kraftwerks- und Förderprojekten pessimistischer.

Im Strom- und Gasgeschäft erwartet RWE sinkende Gewinnmargen. Das Betriebsergebnis soll 2010 um rund fünf Prozent wachsen.

2009 steigerte RWE den betrieblichen Gewinn um 3,9 Prozent auf knapp 7,1 Mrd. Euro. Der Überschuss wuchs sogar um fast 40 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro. Der Stromkonzern will jedoch vorsichtig sein und senkt seine Dividende um 1 Euro auf 3,50 Euro je Aktie.

Der Konsumgüterkonzern HENKEL traut sich trotz verhaltener Konjunkturerwartungen ein kräftiges Gewinnwachstum zu. Dank eines rigiden Sparprogramms soll das bereinigte Betriebsergebnis 2010 um mehr als zehn Prozent steigen.

Trotz rückläufiger Umsätze steigerte HENKEL im vergangenen Jahr sein operatives Ergebnis um mehr als ein Drittel auf 1,08 Mrd. Euro.

Seinen Aktionären will HENKEL eine stabile Dividende zahlen. Vorzugsaktionäre erhalten 53 Cent je Aktie, stimmberechtigte Stammaktionäre erhalten 51 Cent je Aktie.

Die DEUTSCHE TELEKOM enttäuscht mit ihren Jahreszahlen die Erwartungen von Marktexperten. Sowohl der Überschuss von 353 Mio. Euro als auch der Umsatz von 64,6 Mrd. Euro lag unter den Konsensschätzungen.

Die DEUTSCHE TELEKOM will den Gürtel nun noch enger schnallen. Bis 2012 sollen 4,2 Mrd. Euro eingespart werden, nachdem in den vergangenen vier Jahren die Kosten bereits um 5,9 Mrd. Euro gesenkt wurden

Die TELEKOM will ihren Aktionären trotz eines dramatischen Gewinneinbruchs 2009 eine stabile Dividende zahlen. Für die kommenden drei Jahre versprach der Konzern sogar eine Mindestdividende von 70 Cent je Anteilsschein.

Der Chemieriese BASF hat trotz eines überraschend starken Gewinnsprungs Ende 2009 Hoffnungen auf eine schnelle Erholung gedämpft. Erstmals seit 16 Jahren kürzt der Konzern seinen Aktionären die Dividende um 25 Cent auf 1,70 Euro.

Im Gesamtjahr 2009 verbuchte BASF ein Absatzminus von fast einem Fünftel auf rund 50 Mrd. Euro. Der Gewinn halbierte sich auf 1,4 Mrd. Euro.

Im laufenden Jahr rechnet BASF aber wieder mit besseren Geschäften. Der Umsatz solle steigen und der Gewinn vor Zinsen und Steuern sogar deutlich zulegen. Das Ziel ist, 2010 wieder eine Prämie auf die Kapitalkosten zu verdienen.

Die ALLIANZ erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 4,3 Mrd. Euro. Damit blieb der Versicherungsriese etwas hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Der Umsatz legte um gut fünf Prozent auf 97,4 Mrd. Euro zu.

Eine genaue Prognose für dieses Jahr will die ALLIANZ wegen der starken Schwankungen an den Kapitalmärkten nicht abgeben. Es soll aber an das operative Ergebnis von 2009 anknüpfen, das bei 7,2 Mrd. Euro lag.

Die ALLIANZ will nach einer deutlichen Ergebnisverbesserung im Zuge der Trennung von der Dresdner Bank die Dividende für 2009 unerwartet stark anheben. Die Ausschüttung soll je Aktie 4,10 Euro betragen, nach 3,50 Euro im Jahr zuvor.

Was des einen Freud, ist es anderen Leid: Die teilverstaatlichte COMMERZBANK kommt nach dem Kauf der Dresdner Bank nicht aus der Krise. Kreditausfälle und Abschreibungen türmten sich unter dem Strich zu 4,5 Mrd. Euro Verlust auf.

Auch für das laufende Jahr kann COMMERZBANK-Chef Blessing keine Besserung versprechen. Erst 2011 erwartet das Finanzhaus wieder schwarze Zahlen.

Das COMMERZBANK-Management geht davon aus, dass in diesem Jahr zumindest die Kernbank insgesamt einen operativen Gewinn erwirtschaften wird. 2009 waren die Segmente Mittelstand und Privatkunden trotz des schwierigen Umfelds profitabel - auch wenn die Ergebnisse deutlich unter dem Vorjahr lagen.

Der Gesundheitskonzern FRESENIUS eilt ungeachtet der Wirtschaftskrise von Rekord zu Rekord. Dank des wenig konjunkturanfälligen Krankenhaus- und Dialysegeschäfts erzielte das Unternehmen 2009 neue Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis.

Auch bei der Prognose zeigte sich der Konzern optimistischer als andere Branchenunternehmen. 2009 kletterte der Umsatz um 15 Prozent auf 14,2 Mrd. Euro, im laufenden Jahr geht FRESENIUS währungsbereinigt von einem Plus von sieben bis neun Prozent aus. Der Gewinn von 514 Mio. Euro soll um acht bis zehn Prozent zulegen.

Seine Aktionäre will FRESENIUS mit 75 Cent je Stammaktie am Erfolg beteiligen, 5 Cent mehr als noch im Vorjahr. Damit erhöhte der Konzern seine Dividende zum 17. Mal in Folge.

Die wichtigste Beteiligung, der ebenfalls im Dax notierte Dialyse-Spezialist FRESENIUS MEDICAL CARE, legte ebenfalls positive Zahlen vor. Der Umsatz wuchs um 6 Prozent auf umgerechnet 8,3 Mrd. Euro

"Wir hatten ein sehr gutes Jahr 2009 und erwarten eine weitere Steigerung 2010", sagte FMC-Chef Ben Lipps bei der Bilanzvorlage.

Auch FMC will seine Dividende erneut anheben. Auf der Hauptversammliung will das Unternehmen eine Erhöhung der Ausschüttung um 3 Cent auf 61 Cent je Aktie erhöhen.

Von so viel Dividendenglück können die Aktionäre von MERCK nur träumen. Nach einem Ergebnisrückgang im Gesamtjahr 2009 will Merck zudem die Dividende um ein Drittel auf einen Euro kürzen. Grund für die Vorsicht sind Rückschläge bei Merck in der Medikamentenentwicklung.

2009 setzte MERCK 7,8 Mrd. Euro um und verdiente damit 1,3 Mrd. Euro - ein Viertel weniger als im Vorjahr.

Für das laufende Jahr stellte Konzernchef Karl-Ludwig Kley einen Umsatzanstieg bei MERCK von drei bis sieben Prozent in Aussicht. Der operative Gewinn soll um 3 bis 13 Prozent zulegen.

Noch dicker kommt es für die Aktionäre von DAIMLER. Nach einem unerwartet hohen Milliardenverlust streicht der Autokonzern erstmals nach 14 Jahren die Dividende.

Im vergangenen Jahr schrieb der Autobauer unter dem Strich einen Verlust von 2,6 Mrd. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von 1,4 Mrd. Euro in der Bilanz stand. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von lediglich rund zwei Mrd. gerechnet.

Für 2010 stellte DAIMLER, der im Pkw-Geschäft vor allem mit Audi und BMW konkurriert, zumindest einen operativen Gewinn von mehr als 2,3 Mrd. Euro im laufenden Geschäft in Aussicht.

Besser als erwartet schnitt dagegen die DEUTSCHE BÖRSE ab. Trotz einer Abschreibung auf die US-Optionsbörse ISE blieb die Börse im Gesamtjahr profitabel. Der Nettogewinn halbierte sich auf 496 Mio. Euro, der Umsatz schrumpfte um ein Sechstel auf rund 2 Mrd. Euro.

Die DEUTSCHE BÖRSE reagierte auf den ersten Quartalsverlust in der Firmengeschichte mit weiteren Einsparungen und einem Stellenabbau im Management. Jährlich will die Börse insgesamt zusätzlich rund 50 Mio. einsparen.

Die Aktionäre erhalten für 2009 eine stabile Dividende von 2,10 Euro. Weitere Ausschüttungen über Aktienrückkäufe sind derzeit nicht geplant.

MAN bekam im vergangenen Jahr die Folgen der Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. Der Umsatz ging wegen des schwachen Geschäfts mit Nutzfahrzeugen um 20 Prozent auf 12 Mrd. Euro zurück. Unter dem Strich fuhr das Unternehmen 258 Mio. Euro Miese ein.

Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern rechnet auch für 2010 mit einem schwierigen Markt. Allerdings will MAN wieder schwarze Zahlen schreiben.

Die roten Zahlen bekommen auch die Aktionäre von MAN zu spüren. Statt einer Ausschüttung von 2 Euro, die sich der Konzern im Vorjahr leisten konnte, zahlt der Konzern eine Dividende von 25 Cent je Aktie.

Der Softwareriese SAP hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen der weltweiten Finanzkrise und der daraus resultierenden Investitionszurückhaltung der Kunden einen Rückgang beim operativen Gewinn von 3,3 Mrd. auf 2,9 Mrd. Euro verbucht. Unter dem Strich fiel der Gewinn von 2,2 auf 2,0 Mrd. Euro.

"2010 wird ein starkes Jahr für SAP", kündigte Vorstandschef Leo Apotheker bei der Vorstellung der Jahreszahlen an. Wenige Tage später wurde er durch eine neue Doppelspitze abgelöst.

Trotz des Ergebnisrückgangs will SAP unverändert 50 Cent je Aktie an seine Anteilseigner ausschütten.

Bilderserie versenden
Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.

Bilder- und Chartserien