Am Frankfurter Aktienmarkt sorgt die Quartalssaison für jede Menge Gesprächsstoff. Wie haben sich die Dax-Konzerne im vergangenen Quartal geschlagen?
Bei einigen Unternehmen fallen die Zahlen recht erfreulich aus.
Bei anderen sorgen die Zahlen dagegen für eine böse Überraschung.
Den Anfang machte Bayer. Das Unternehmen präsentiert sich allerdings robust und stellt sich allmählich auf bessere Zeiten ein.
Der operative Gewinn nahm minimal auf 1,499 Mrd. Euro zu. Der Umsatz ging allerdings um sieben Prozent auf rund 7,4 Mrd. Euro zurück.
Daimler schreibt nach langer Verlustphase im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen. Der Gewinn nach Steuern lag in den Monaten Juli bis September bei 56 Mio. Euro belaufen. Im Vorjahresquartal hatte Daimler noch 213 Mio. Euro verdient und war anschließend im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise in die roten Zahlen abgerutscht.
Grund für den Gewinn waren vor allem Ausgabenkürzungen. Über das voraussichtliche Ergebnis zum Jahresende machte Daimler keine Angaben - Umsatz und Absatz würden 2009 aber deutlich sinken.
SAP sorgte für schlechte Stimmung. Der Softwarekonzern verzeichnete im Zeitraum von Juli bis September einen neunprozentigen Umsatzrückgang.
Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn gab im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent auf 674 Mio. Euro nach. Außerdem senkte das Management die Umsatzprognose für das laufende Jahr.
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann blickt trotz des dritten Miliardengewinns in Folge nur verhalten optimistisch in die Zukunft.
Im dritten Quartal verdiente die Bank knapp 1,4 Mrd. Euro. Doch die Altlasten der Krise seien nach wie vor spürbar, so Ackermann.
Lufthansa malt die Aussichten für das Passagiergeschäft in immer düsteren Farben und stellt sich auf ein schwieriges viertes Quartal ein.
Für das dritte Quartal wies der Konzern unter dem Strich zwar schwarze Zahlen aus, doch der operative Gewinn sank kräftig. Der Umsatz schrumpfte um 9,4 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro.
Auch Volkswagen hellte die Stimmung nicht auf. Im dritten Quartal wurde ein stärker als erwarteter operativer Gewinnrückgang verbucht.
Bei einem um 10 Prozent auf 15,9 Mrd. Euro geschrumpften Umsatz sank das operative Ergebnis um 81 Prozent auf 278 Mio. Euro.
BASF gab sich optimistisch und stellt sich auf eine allmähliche Geschäftsbelebung ein - allerdings auf niedrigem Niveau.
Im dritten Quartal kam BASF auf einen Nettogewinn von 237 Mio. Euro, ein Einbruch von 69 Prozent binnen Jahresfrist
MAN rechnet nur mit einer sehr langsamen Geschäftserholung. Im dritten Quartal sank das operative Ergebnis um gut zwei Drittel auf 134 Mio. Euro.
"Nach dem weitgehend gestopppten Absatzeinbruch im LKW- und Busgeschäft würden nun auch die Sparten Dieselmotoren und Turbomaschinen die Rezession verstärkt zu spüren bekommen", so das Management.
Henkel sorgte für einen Lichtblick. Dank Zuwächsen im Waschmittelgeschäft stoppte der Konsumgüterkonzern seine Talfahrt.
Dank eines Sparprogramms schrumpfte der bereinigte Gewinn nur leicht auf 385 Mio. Euro. Eine Jahresprognose traute sich das Unternehmen allerdings nicht zu.
Der Industriegasekonzern Linde steckt die Wirtschaftskrise dank seines Sparprogramms und der etwas besseren Nachfrage vergleichsweise gut weg.
Im dritten Quartal verbuchte der Konzern ein operatives Ergebnis von 637 Mio Euro, 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit übertraf Linde die Erwartungen.
Die Commerzbank drängelte sich vor und präsentierte drei Tage früher als erwartet ihre Zahlen.
Die Integration der Dresdner Bank bescherte dem Institut im dritten Quartal einen Verlust von 1,05 Mrd. Euro. Operativ gab es allerdings einen Gewinn von 120 Mio. Euro.
Sowohl der Gesundheitskonzern Fresenius als auch der Dialysespezialist Fresenius Medical Care haben mit ihren Zahlen zum dritten Quartal den Markt überzeugt. "Sehr erfreulich", lautete das Urteil.
Fresenius steigerte das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten auf 1,5 Mrd. Euro nach bereinigt 1,2 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg auf 10,4 Mrd. Euro. Der Ausblick für 2009 wurde bekräftigt.
Bei Fresenius Medical Care, die in US-Dollar bilanzieren, kletterte der Überschuss im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 225 Mio. Dollar. Der operative Gewinn stieg um sieben Prozent auf 451 Mio. Dollar.
Metro hat in den ersten neun Monates des Jahres deutlich weniger in der Kasse gehabt. Vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten verdiente das Unternehmen 748 Mio. Euro. Das waren 12,4 Prozent weniger als 2008. Wieviel Metro damit unter dem Strich blieb, teilte das Unternehmen nicht mit.
Besonders die Währungsschwankungen machen dem Handelsriesen derzeit zu schaffen.
BMW hat im dritten Quartal einen überraschend großen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis nach Steuern fiel um fast 74 Prozent auf 78 Mio. Euro.
Doch der Autobauer gibt sich optimistisch und kündigte für das Gesamtjahr schwarze Zahlen an. Der Absatz werde in den restlichen Monaten steigen.
Beiersdorf blickt trotz Einbußen in den ersten neun Monaten wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Zwar ging der Umsatz des Kosmetikkonzerns per Ende September von 4,5 auf 4,4 Mrd. Euro zurück und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern schrumpfte von 548 auf 435 Mio. Euro.
Dennoch schraubt Beiersdorf seine Rendite-Erwartungen nach oben. Für den wichtigsten Geschäftsbereich Kosmetik werde 2009 nun eine Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern von etwa elf statt wie bislang zehn Prozent erwartet. Das freut auch den Markt.
Adidas leidet weiterhin unter der Konsumflaute. Der Überschuss des Sportartikelherstellers fiel im dritten Quartal 2009 um 30 Prozent auf 213 Mio. Euro. Der Quartalsumsatz fiel um sechs Prozent auf 2,88 Mrd. Euro.
Der Markt gab sich mit den Zahlen zufrieden – hier war weitaus schlimmeres erwartet worden, auch bei der Prognose. Der Umsatz im Gesamtjahr wird voraussichtlich währungsbereinigt um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz fallen.
Die Krise macht der Deutschen Post weiter deutlich zu schaffen. Der Umsatz brach in den ersten neun Monaten des Jahres um 16,4 Prozent auf 33,8 Mrd. Euro ein. Unter dem Strich verdiente die Post damit von Januar bis September 927 Mio. Euro, fast 40 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor.
Dennoch gibt sich die Post optimistisch für die Zukunft und hebt die Gewinnprognose für das Gesamtjahr etwas an. Post-Chef Frank Appel hat nämlich "erste positive Signale" für eine wirtschaftliche Erholung ausgemacht.
Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal dank der Beteiligung an dem griechischen Konkurrenten OTE ihren Umsatz und Gewinn gesteigert.
Überraschung bei Munich Re: Der weltgrößte Rückversicherer hat im dritten Quartal einen Gewinn von 644 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Vergleichsquartal des Vorjahres stand noch ein Verlust von drei Mio. Euro in den Büchern.
Die Zurückhaltung der Investoren hat zu einem überraschend deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang bei der Deutschen Börse geführt. Von Juli bis September sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 501 Mio. Euro. Das Nettoergebnis stürzte um 38 Prozent auf 158 Mio. Euro.
Damit erging es dem Unternehmen schlechter als erwartet: Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 524 Mio. und einem Nettoergebnis von 164 Mio. Euro gerechnet.
Nachdem die Tochter Dresdner aus dem Haus ist, blickt die Allianz wieder in eine bessere Zukunft.
Nach dem Verkauf des Sorgenkindes an die Commerzbank und dank der Erholung an den Kapitalmärkten verdiente Europas größter Versicherer im dritten Quartal 2009 unter dem Strich 1,32 Mrd. Euro. Vor Jahresfrist stand hier noch ein Verlust von gut zwei Mrd. Euro.
Eon gab sich nach Vorlage der Quartalszahlen zuversichtlich. Der bereinigte Konzernüberschuss werde voraussichtlich nur noch drei bis fünf Prozent unter dem Vorjahr liegen, so das Management. Bislang hatte Eon Einbußen von fünf bis zehn Prozent erwartet.
In den ersten neun Monaten ging der Umsatz um zwei Prozent auf 59,2 Mird. Euro zurück, was unter anderem an dem gesunkenen Gasabsatz lag. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um ein Prozent auf 7,6 Mrd. Euro.
Rivale RWE hat trotz Einbußen im bisherigen Jahresverlauf seine Gewinnprognose für 2009 bekräftigt. Das betriebliche Ergebnis und das nachhaltige Nettoergebnis sollen sich auf Vorjahreshöhe bewegen, der Umsatz werde das Vorjahresniveau aber nicht erreichen.
In den ersten neun Monaten fiel der Umsatz bei RWE um zwei Prozent auf 33,7 Mrd. Euro, das betriebliche Ergebnis ging um 4,4 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro zurück.
Die Flaute in der Autoindustrie und dem Maschinenbau hat den Stahlkonzern Salzgitter tief in die roten Zahlen gebracht. Vor einem Jahr konnte der Konzern noch einen milliardenschweren Gewinn ausweisen.
Das Unternehmen verbuchte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Verlust vor Steuern von 261 Mio. Euro. Unterm Strich fiel jetzt ein Fehlbetrag von 232 Mio. Euro an. Der Umsatz brach von Januar bis Ende September 2009 um 38 Prozent auf knapp sechs Mrd. Euro ein.
Die Kaufzurückhaltung der Landwirte macht dem Salz- und Düngemittelhersteller K+S schwer zu schaffen. Der Konzern schrieb von Juli bis September wie bereits im vorangegangenen Quartal rote Zahlen und rechnet erst 2010 mit einer Erholung der Nachfrage.
Der Chipbranche geht’s besser und das spürt auch Infineon. Der seit Jahren mit Verlusten kämpfende Konzern schrieb im vierten Quartal 2008/2009 wieder schwarze Zahlen. Der Überschuss lag bei 14 Mio. Euro, nach einem Verlust von 763 Mio. Euro im Vorjahr.
2010 soll es gut weitergehen. Der Konzern erwartet wegen der derzeit hohen Nachfrage und der sich von der Krise erholenden Wirtschaft ein Umsatzplus von mindestens zehn Prozent.
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| Uhrzeit | Wert | Prognose |
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| 09:45 | 44,8 | 45,0 |
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| 09:50 | 52,3 | 51,7 |
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| 09:55 | 53,7 | 54,5 |
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| 10:00 | 50,4 | 50,5 |
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| 10:00 | 50,4 | 50,4 |
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| 10:30 | 56,0 | 53,3 |
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| 11:00 | +3,2% gg Vj | +3,2% gg Vj |
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| 11:00 | -1,6% gg Vj | -1,3% gg Vj |
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| 14:30 | +243.000 | +125.000 gg Vm |
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| 14:30 | 8,3% | 8,5% |
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| 14:30 | +0,04 US-Dollar | +0,05 US-Dollar |
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| 16:00 | +1,1% gg Vm | +1,5% gg Vm |
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| 16:00 | 56,8 | 53,1 |
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| BNP PARIBAS: | sell (zuvor sell) | |
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