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Bilderserie: Branche im Überblick - Ölaktien

 
Die Rekordpreise am Ölmarkt sorgen bei den großen Konzernen für gigantische Gewinne. Der US-Ölpreis lag im zweiten Quartal 2008 im Schnitt knapp unter 125 Dollar je Fass (159 Liter) und damit fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Die Rekordpreise am Ölmarkt sorgen bei den großen Konzernen für gigantische Gewinne. Der US-Ölpreis lag im zweiten Quartal 2008 im Schnitt knapp unter 125 Dollar je Fass (159 Liter) und damit fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Wie groß die Einnahmen sind, macht ein Vergleich deutlich. Die Wirtschaftsleistung Portugals lag 2007 bei 163 Mrd. Euro. Die beiden Ölmultis Exxon Mobile und Royal Dutch erzielten alleine im zweiten Quartal zusammen einen Umsatz von umgerechnet rund 169 Mrd. Euro.

Exxon Mobile verdiente in den Monaten April bis Juni 11,68 Mrd. US-Dollar bekannt, das ist der bislang höchste Quartalsgewinn eines amerikanischen Unternehmens. Der Umsatz kletterte sogar um 40 Prozent auf 138,1 Mrd. US-Dollar.

Trotz des Rekords gaben sich Investoren enttäuscht. Wie bei anderen Multis wird die Gewinnmarge beim Benzin gedrückt. Denn die Benzinpreise legten in den USA im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 25 Prozent zu, während der Rohölpreis vier Mal so stark anstieg.

Auch Royal Dutch Shell ließ sich nicht lumpen. Das Management meldete einen Nettogewinn von 11,6 Mrd. US-Dollar, vor einem Jahr hatte der Konzern noch 8,67 Mrd. US-Dollar verdient. Der Umsatz kletterte von knapp 85 Mrd. auf 131 Mrd. US-Dollar

Die Milliardengewinne stärken auch die Kriegskassen der Multis. Shell will in diesem Jahr zehn Mrd. US-Dollar für Übernahmen ausgeben.

Shell betonte, die hohen Ölpreise hätten Schwierigkeiten an anderer Stelle ausgeglichen. So erzielten die Raffinerien vor allem in den USA schwächere Ergebnisse.

Doch trotz aller Probleme in einigen Sparten: Die Gewinne sprudeln. So verdiente der italienische Eni-Konzern im zweiten Quartal immerhin 2,3 Mrd. Euro und damit vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Auch der britische Ölgigant BP reiht sich ein und gibt einen Gewinnsprung bekannt. Der Überschuss schnellte um 28 Prozent auf 9,5 Mrd. US-Dollar nach oben.

So freut sich Mexiko über die Gewinne der staatlichen Pemex, die knapp 40 Prozent des Staatshaushaltes erwirtschaftet.

Da viele Konzerne entweder ganz oder zumindest teilweise staatlich sind, fließt ein Großteil der Gewinne in Staatshaushalt. Das gilt auch für China. China National Petroleum Corporation (CNPC) gehört neben...

... Sinopec ...

... und CNOOC zu den drei großen Mineralkonzernen des Landes.

Venezuela besitzt mit der PDVSA einen der weltweit größten Ölförderer. Präsident Hugo Chavez ist für die Finanzierung seiner Projekte auf die Einnahmen aus dem Ölverkauf angewiesen.

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