Die europäische Baubranche durchlebt schwere Zeiten. In vielen Ländern liegt der Immobilienmarkt am Boden. Unsicherheit bestimmt die Lage. Die Auftraggeber sind vorsichtig geworden.
Auch die deutsche Zementindustrie blickt mit großer Skepsis in das laufende Jahr. Die große Frage, die alle beschäftigt, lautet: Reichen die Maßnahmen der Regierungen aus, um die konjunkturellen Abwärtstendenzen abzufedern?
Dabei darf die Baubranche in Deutschland auf Impulse aus den Konjunkturpaketen I und II hoffen. Zusätzlich zu regulären Aufträgen der öffentlichen Hand stehen allein aus dem ersten Maßnahmenpaket 2,0 Mrd. Euro für "dringliche Verkehrsvorhaben" zur Verfügung.
Im Berliner Finanzministerium denken Steinbrücks Mitarbeiter dabei an "Investitionen in die Schiene, in besseren Lärmschutz, in Instandhaltung und Ausbau der Bundesfernstraßen und in die Wasserwege."
Und mit dem zweiten Konjunkturpaket fließen noch einmal rund 17,3 Mrd. Euro für Investitionen in Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser, Städtebau, Straßen und Schienen sowie ländliche Infrastruktur.
Daneben unterstützt der Bund zusätzliche Investitionen der Kommunen mit zehn Milliarden Euro. Die Länder geben weitere 3,3 Mrd. Euro dazu.
Verbaut werden soll das Geld zum Beispiel in einem verbesserten Bahnanschluss für den zukünftigen Jade-Weser-Ports bei Wilhelmshafen (Simulation).
Aber auch abgesehen von den Großprojekten dürften die Kommunen genügend offene Baustellen finden: In anderen Regionen fließt das Geld aus den Staatskassen zum Beispiel in den Tunnelbau ...
... den Bau von Brücken ...
... und die Instandssetzung von Versorgungsleitungen. Hinter all diesen Maßnahmen steht das Ziel, ...
... in der Baubranche so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.
Da die Staaten Europas ihre nationalen Hilfsmaßnahmen schlecht voneinander abschotten können, gehen Beobachter davon aus, dass die großen Baukonzerne auch grenzüberschreitend profitieren könnten.
Wer vor diesem Hintergrund in die großen Aktien aus dem Sektor "Bau und Baumaterial" investieren will, sollte jedoch besser genau hinschauen: Innerhalb Europas sind die Unternehmen sehr unterschiedlich von der Krise betroffen. Ein Überblick.
ACS (ISIN ES0167050915)
Assa Abloy (ISIN SE0000255648)
Balfour Beatty (ISIN GB0000961622)
BAM Group (ISIN NL0000337319)
Bilfinger Berger (ISIN DE0005909006)
Boskalis Westminster (ISIN NL0000852580)
Bouygues (ISIN FR0000120503)
Buzzi Unicem (ISIN IT0001347308)
Cimpor Cimentos de Portugal (ISIN PTCPR0AM0003)
CRH (ISIN IE0001827041)
Eiffage (ISIN FR0000130452)
FLSmidth & Co. (ISIN DK0010234467)
Fomento de Construcy Contra (ISIN ES0122060314)
Geberit (ISIN CH0030170408)
Grupo Acciona (ISIN ES0125220311)
Grupo Ferrovial (ISIN ES0162601019)
HeidelbergCement (ISIN DE0006047004)
Hochtief (ISIN DE0006070006)
Holcim (ISIN CH0012214059)
Lafarge (ISIN FR0000120537)
Sacyr-Vallehermoso (ISIN ES0182870214)
Saint Gobain (ISIN FR0000125007)
Sika (ISIN CH0000587979)
Skanska (ISIN SE0000113250)
Titan Cement Company (ISIN GRS074083007)
Vinci (ISIN FR0000125486)
Wienerberger (ISIN AT0000831706)
YIT (ISIN FI0009800643)
(Alle Bilder AP, dpa, rts / Text: Martin Morcinek)
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Quelle: boerse-frankfurt.deExperteer bietet Ihnen Zugang zu renommierten Personalberatungen sowie Stellenangebote ab 60.000 €.
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