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EU-Autoabsatz ohne Schwung: VW büßt Marktanteile ein

Nach einem starken Jahresauftakt verliert der europäische Automarkt im Februar deutlich an Schwung und wächst nur moderat. Als Bremser erweisen sich Deutschland und Frankreich. Unter Druck steht vor allem VW.

Der Volkswagen-Konzern verliert weiter Marktanteile auf dem europäischen Automarkt. Zwar bleibt VW unangefochten größter Autokonzern in Europa, der Marktanteil aber ging im Februar im Vergleich zum Vorjahr 0,7 Prozentpunkte auf 23 Prozent zurück. Für die Marke VW mit Modellen wie dem Golf und dem Passat, die besonders vom Dieselskandal gebeutelt sind, ging der Absatz 6,6 Prozent zurück. Der VW-Konzernabsatz in Europa sank gegen den allgemeinen Markttrend 1 Prozent. Der Aktienkurs kletterte dennoch 0,5 Prozent in einem positiven Börsenumfeld.

"Natürlich hat der Dieselskandal Folgen, aber andere Wettbewerber sind eben auch besser geworden", sagte n-tv.de-Autoexperte Helmut Becker. Den Kursverlust sieht er aber gelassen. Es werde vielmehr deutlich, "dass die Anleger die monatliche Entwicklung nicht überbewerten. Auf den langfristigen Trend kommt es an, und der ist für VW weiter positiv."

China fährt vorweg

Insgesamt wurden im Februar in der EU 1,08 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, das waren 2,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie der Branchenverband Acea mitteilte. In den ersten beiden Monaten des Jahres stieg der Absatz um 6,2 Prozent auf 2,45 Millionen. Zum Vergleich: In China wurden zur gleichen Zeit 3,8 Millionen Neufahrzeuge zugelassen.

Dabei war das Wachstum auf den großen EU-Absatzmärkten uneinheitlich: Während die Zulassungen in Deutschland und Frankreich um 2,6 und 2,9 Prozent zurückgingen, bewegten sich Spanien und Großbritannien nur unwesentlich vom Fleck. Lediglich Italien konnte ein Plus von 6,2 Prozent aufweisen. Ungarn, Litauen, Slowenien und die Slowakei kamen alle auf zweistellige Zuwachsraten.

Opel und PSA verlieren

Kurz nach dem angekündigten Kauf von Opel sanken die Neuzulassungen bei der französischen PSA-Gruppe mit Marken wie Peugeot und Citroën als Nummer zwei in Europa im Februar 3,1 Prozent. Der Marktanteil ging 0,6 Punkte auf 10,7 Prozent zurück. Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall verkauften im Februar 1,4 Prozent weniger Autos. Daimler und BMW blieben beim Absatz im Februar stabil.

Quelle: n-tv.de

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