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Nettoverlust verdoppelt: Tesla enttäuscht Anleger

Der Platzhirsch unter den Elektroautoherstellern kann die Erwartungen der Wall Street nicht erfüllen. Trotz wachsender Umsätze rutscht Tesla tiefer in die Verlustzone. Zur geplanten "Gigafabrik" nennt das US-Unternehmen nur wenig neue Details.

Der Elektroautohersteller Tesla ist im zweiten Quartal trotz deutlich wachsender Umsätze stärker in die Verlustzone gerutscht. Die Einnahmen stiegen zwar um 89 Prozent auf 769 Millionen Dollar, blieben damit allerdings hinter der Schätzung der Analysten von 824 Millionen Dollar zurück. Unter dem Strich verdoppelte sich der Nettoverlust auf 62 Millionen Dollar, nach minus 31 Millionen im Vorjahreszeitraum und im Vergleich zu den Analystenerwartungen von minus 55 Millionen Dollar.

Der Absatz der teuren Elektroautos blieb noch überschaubar. Tesla verkaufte 7.579 Einheiten und lag damit leicht über der eigenen Prognose von 7.500 Fahrzeugen. Für das laufende Quartal wird eine Auslieferung von 7.800 Einheiten angestrebt. Mit Blick auf das Gesamtjahr werden weiterhin 35.000 Auslieferungen erwartet.

5-Milliarden-Dollar-Fabrik

Zur geplanten Gigafabrik für die Produktion von Akkus nannte Tesla wenig neue Details. Erst am Donnerstagmittag hatte Partner Panasonic bekräftigt, sich am Bau der Fabrik zu beteiligen. Doch auch die Japaner ließen noch nicht viele Details heraus, wie die 5 Milliarden Dollar teure Fabrik finanziert und gebaut werden soll. Auch die Entscheidung zum Standort des Werks ist weiterhin überfällig.

Die Unsicherheit über die teuren Zukunftspläne Teslas hat der Aktie des Elektroautoherstellers bislang nicht geschadet. Alleine in diesem Jahr sind die Anteilsscheine um 49 Prozent im Wert gestiegen. Auf Zwölf-Monats-Sicht betrug der Anstieg sogar 73 Prozent. Nachbörslich ging es für die Titel auf nasdaq.com allerdings um 2,6 Prozent auf 217,56 Dollar nach unten.

Quelle: n-tv.de

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