Wirtschaft

Razzia wegen Cum-Ex-Geschäften Steuerfahnder durchsuchen Commerzbank

Die Commerzbank wird erneut von dem Skandal um die umstrittenen Cum-Ex-Geschäfte heimgesucht.

Die Commerzbank wird erneut von dem Skandal um die umstrittenen Cum-Ex-Geschäfte heimgesucht.

(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

Die Commerzbank gerät erneut wegen dubioser Steuer-Geschäfte ins Visier der Justiz. Ermittler filzen Büros der Bank und Wohnungen von Beschuldigten. Dem Fiskus sollen 40 Millionen Euro entgangen sein.

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Die Commerzbank wird das Thema Cum-Ex-Geschäfte nicht los: Beamte der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und der hessischen Steuerfahndung haben in dieser Woche Geschäftsräume des Geldinstituts durchsucht, wie das "Handelsblatt" berichtete. Es gehe um den Verdacht der schweren Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dubiosen Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag ("Cum-Ex").

Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die Durchsuchung einer Bank ohne Nennung des Firmennamens sowie der Wohnungen von drei Beschuldigten in Frankfurt am Main und in Hanau. Auch den Vorwurf der schweren Steuerhinterziehung im Zusammenanhang mit sogenannten Cum-Ex-Deals in den Jahren 2006 bis 2010 mit einem Investitionsvolumen von mehreren Milliarden Euro bestätigten die Ermittler. Der mutmaßliche Steuerschaden soll sich auf 40 Millionen Euro belaufen.

Umstrittene Dividenden-Steuer-Geschäfte

Die Commerzbank erklärte, mit den Behörden zu kooperieren. Die Bank hatte bereits in der Vergangenheit mit dem Thema Cum-Ex zu tun, allerdings nur durch die von ihr übernommene Dresdner Bank. Die Commerzbank habe Ende 2015 eine konzernweite freiwillige Überprüfung aller zwischen 2003 und 2011 getätigten Geschäfte im Aktienhandel angestoßen, hieß es. Diese habe ergeben, dass es auch Cum-Ex-Geschäfte bei der Commerzbank gab. Zwischenergebnisse der Untersuchung habe die Bank den Behörden von sich aus zur Verfügung gestellt.

Bei den umstrittene Cum-Ex-Deals schoben Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch rasch zwischen mehreren Beteiligten hin und her, bis dem Fiskus nicht mehr klar war, wem sie überhaupt gehörten. Die Folge: Bescheinigungen für die Rückerstattung der Kapitalertragsteuer wurden mehrfach ausgestellt, obwohl die Steuer nur einmal gezahlt wurde. Ob das illegal war, ist noch nicht abschließend richterlich geklärt.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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