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Umsatz und Ergebnis gingen zurück. Anleger sehen trotzdem das Positive.
Umsatz und Ergebnis gingen zurück. Anleger sehen trotzdem das Positive.(Foto: picture alliance / dpa)

Starkes Digital-Wachstum: Software AG erfreut Anleger

Im Technologieindex TecDax ragen die Titel des SAP-Rivalen Software AG heraus. Der IT-Konzern übertrifft mit Gewinn und Umsatz die Analystenerwartungen.

Die Software AG hat im ersten Quartal weniger verdient. Als Grund nannte der SAP-Rivale höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und Marketing. Am Markt kamen die Zahlen trotzdem gut an, was vor allem dem starken Umsatzplus im Wachstumsbereich Digital Business Platform (DBP) geschuldet war. Auch das Beratungsgeschäft wuchs, während der Umsatz in der Datenbank-Sparte Adabas & Natural weiter sank.

Analysten hoben den Anstieg der DBP-Marge positiv hervor. Diese habe das Unternehmen "erheblich verbessert", sagt Gregory Ramirez von Bryan Garnier. Damit habe die Software AG das schwächere Geschäft im Segment Adabas & Natural teilweise ausgleichen können. Der Rückgang der operativen Gesamtmarge im ersten Quartal sei außerdem nicht so stark gewesen wie befürchtet. Somit könne das Unternehmen im Gesamtjahr das obere Ende der Zielspanne für die Marge erreichen.

Das Darmstädter Unternehmen bestätigte die Prognose für das laufende Jahr. Der Ausblick dürfte sich angesichts des starken Jahresauftakts sogar als konservativ erweisen, meinen die Analysten der DZ Bank und kündigten an, ihre Schätzungen zu überprüfen. Im DBP-Geschäft scheine sich die Entwicklung zu beschleunigen.

Von guten Zahlen sprechen auch die Analysten von Equinet, vor allem vor dem Hintergrund des starken Vergleichsquartals. Als klar positiv werden die Beobachter das Ebita, das 10 Prozent höher gelegen habe als prognostiziert.

Die Anleger honorierten die Zahlen. Die Aktie der Software AG legte im frühen Handel um mehr als 6 Prozent zu und führte damit den TecDax klar an.

Neue Projekte

Im Bereich DBP stiegen die Erlöse um 12 Prozent auf 105,6 Millionen Euro. Das Unternehmen verwies dabei auf neue Projekte bei den Themen Internet der Dinge und Industrie 4.0. Im Beratungsgeschäft stieg der Umsatz um 9 Prozent auf 52 Millionen Euro. Die Sparte Adabas & Natural schrumpfte hingegen um knapp ein Viertel auf 48 Millionen Euro, weshalb der Konzernumsatz im Zeitraum von Januar bis März bei rund 206 Millionen Euro nur stagnierte.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank wegen der höheren Investitionen auf 41,5 Millionen Euro von 45 Millionen im Vorjahr. Das Nettoergebnis ging um 7 Prozent auf 27,3 Millionen Euro zurück.

Die zentrale Steuerungskennziffer für die operative Leistung, die nicht nach IFRS ermittelte Ebita-Marge, betrug 27,3 nach 28,7 Prozent. Die Rendite lag damit über den hauseigenen Erwartungen, wie die Software AG mitteilte.

Im laufenden Jahr rechnet die Software AG weiterhin mit einer steigenden Nachfrage und deshalb mit einem währungsbereinigten Umsatzplus der Sparte Digital Business Platform zwischen 5 und 10 Prozent. Adabas & Natural soll um 2 bis 6 Prozent schrumpfen. Darüber hinaus erwartet der Konzern erneut eine Ebita-Marge von 30,5 bis 31,5 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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