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Seit Jahren auch im Ausland im Einsatz: Ein Transportpanzer Fuchs der Bundeswehr, hier im Jahr 2005 in Kabul in Afghanistan (Archivbild).
Seit Jahren auch im Ausland im Einsatz: Ein Transportpanzer Fuchs der Bundeswehr, hier im Jahr 2005 in Kabul in Afghanistan (Archivbild).(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Großauftrag von der Bundeswehr: Rheinmetall rüstet Transportpanzer auf

Die Rüstungsschmiede Rheinmetall kann eine wichtige Bestellung verbuchen: In den kommenden vier Jahren soll das Düsseldorfer MDax-Unternehmen Transportpanzer der Bundeswehr auf den neuesten Stand bringen.

Die Automobilzulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall wird in den kommenden vier Jahren 90 Transportpanzer der Bundeswehr modernisieren. Der Auftragswert für die Fahrzeuge vom Typ "Fuchs" betrage 135 Millionen Euro, teilte Rheinmetall mit. Demnach handelt es sich um einen Anschlussauftrag.

Man sei damit beauftragt worden, die Fuchs-Transportpanzer der Bundeswehr zu modernisieren und auf ein verbessertes technisches Niveau zu bringen, hieß es in einer Mitteilung. Die Auslieferung der Fahrzeuge soll im Jahr 2017 beginnen und 2020 abgeschlossen sein.

Die Transportpanzer vom Typ Fuchs sind bei der Bundeswehr schon seit 1979 in verschiedenen Versionen im Einsatz. Die dreiachsigen Radpanzer können neben Fahrer und Beifahrer bis zu zehn Soldaten aufnehmen und erreichen auf der Straße eine Höchstgeschwindigkeit von etwas mehr als 100 Kilometern in der Stunde.

Fast 13 Liter Hubraum

Geländegängig, Allrad-Antrieb und - je nach Ausführung - sogar voll schwimmfähig: Am Heck ist eine der beiden ausklappbaren Schiffsschrauben des "Fuchs" zu erkennen.
Geländegängig, Allrad-Antrieb und - je nach Ausführung - sogar voll schwimmfähig: Am Heck ist eine der beiden ausklappbaren Schiffsschrauben des "Fuchs" zu erkennen.(Foto: picture alliance / dpa)

Angetrieben wird das rund 16 Tonnen schwere, voll geländegängige und sogar schwimmfähige Fahrzeug von einem 320 PS starken Dieselmotor mit knapp 13 Litern Hubraum. Geschützt ist die Besatzung im Inneren nicht nur vor Splittern und dem Beschuss aus leichten Handfeuerwaffen, sondern auch vor atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen. Bewaffnet sind die Fuchs-Panzer der Bundeswehr in der Regel mit Maschinengewehren zum Selbstschutz, die auf festen Lafetten über dem Fahrerhaus und am Heck angebracht werden können.

Aktuell kommen die Fuchs-Panzer bei den Missionen Minusma im westafrikanischen Mali, in Afghanistan und bei der KFOR im Kosovo zum Einsatz. Rheinmetall hatte bereits in den vergangenen Jahren 177 Fuchs-Fahrzeuge auf den neuesten Stand gebracht. Die neueste Variante des Transportpanzers Fuchs verfügt nach Angaben des Herstellers über ein "in dieser Fahrzeugklasse einmaliges Schutzniveau gegen Beschuss, Minen und improvisierte Sprengfallen".

Rheinmetall-Aktie im Minus

An der Börse zeigten sich Anleger wenig beeindruck: Der Aktienkurs von Rheinmetall liegt zu Wochenbeginn zeitweise mehr als drei Prozent im Minus. Händler verwiesen auf eine Analystenveranstaltung von vergangener Woche. Der "Kapitalmarkttag" von Rheinmetall habe die Experten offenbar nicht ganz zufriedengestellt, hieß es. Vor allem im Automotive-Bereich habe sich keine große Dynamik erkennen lassen, meinte ein Beobachter. Analysten von Warburg senkten die Einstufung von "Buy" auf "Hold".

"Die fehlende Dynamik hat sich auch schon in den letzten zwei Wochen in der Aktie vorangekündigt", sagte ein Händler: Die Rheinmetall-Aktie sei trotz der marktweiten Rally an allen Börsen nur seitwärts gelaufen. Daher seien auch "enge Sell-Stops an den Kurs gelegt" worden, hieß es. Der Fall durch eine solche Marke bei 65,50 Euro habe daher am Morgen kurzfristig für ein noch stärkeres Minus von knapp 4 Prozent gesorgt, ergänzten Beobachter aus dem Lager der charttechnisch orientierten Analysten.

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Quelle: n-tv.de

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