Unter anderem bei der israelischen Marine ist die neueste Generation der ThyssenKrupp-U-Boote bereits im Einsatz.
Unter anderem bei der israelischen Marine ist die neueste Generation der ThyssenKrupp-U-Boote bereits im Einsatz.(Foto: picture alliance / dpa)

Großauftrag für ThyssenKrupp: Norwegen bestellt deutsche U-Boote

Norwegen und Deutschland kaufen zusammen insgesamt sechs neue U-Boote bei ThyssenKrupp. Für den deutschen Konzern ist das auch eine Revanche an der französischen Konkurrenz für eine große Schlappe bei einer anderen Ausschreibung.

Die deutsche Industrie erhält einen Großauftrag der norwegischen Marine: Der Schiffshersteller ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) erhält den Auftrag zum Bau von vier U-Booten, wie die norwegische Verteidigungsministerin Ine Eriksen Soreide bekannt gab. Der deutsche Konzern setzte sich damit gegen den französischen Konkurrenten DCNS durch, der sich ebenfalls für den Auftrag beworben hatte.

Bei dem Auftrag handelt es sich um ein gemeinsames deutsch-norwegisches Projekt: Deutschland will zugleich zwei identische U-Boote bei TKMS bestellen, wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilte. Die gemeinsame Bestellung mit Norwegen bedeute, "dass Deutschland seine bisherige Planung bei der Beschaffung neuer U-Boote deutlich vorzieht".

Angaben zum Finanzvolumen des Auftrags machten die Ministerien zunächst nicht. Die norwegische Entscheidung werde "dazu beitragen, eine zukunftsweisende Schlüsseltechnologie für die nächsten Jahrzehnte in Deutschland zu sichern", erklärte das Verteidigungsministerium.

Schlappe in Australien

Es sei vereinbart worden, "dass wichtige Anteile durch die norwegische Industrie geleistet werden", hieß es in Berlin weiter. Norwegens Verteidigungsministerin Soreide sagte: "Der gemeinsame Kauf mit Deutschland ist die beste Lösung."

Norwegen hat einen ambitionierten Ausbau seiner Streitkräfte angestoßen. Im vergangenen Jahr stellte die Regierung dafür rund 17,5 Milliarden Euro für die kommenden 20 Jahre bereit. Das Nato-Land Norwegen teilt eine gemeinsame Grenze mit Russland.

Für TKMS bedeutet der Großauftrag eine Revanche gegen den französischen Mitbewerber DCNS: Dieser hatte den deutschen Schiffshersteller im vergangenen Jahr bei einem Großauftrag aus Australien ausgestochen. Dabei war es um den Bau von zwölf U-Booten im Wert von 34 Milliarden Euro gegangen.

Quelle: n-tv.de

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