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Freitag, 31. März 2017

20 Prozent Plus seit Februar: Nemetschek-Aktie springt auf Jahreshoch

Mit der Aussicht auf zweistelliges Wachstum bei Umsatz und operativem Gewinn sorgt Nemetschek im TecDax für Furore. Das Papier des Softwareanbieters macht die Talfahrt Ende Januar vergessen und springt auf einen neuen Höchststand.

Einen großen Satz machte im TecDax die Aktie des Softwareanbieters Nemetschek nach oben. Der Auslöser: Das Unternehmen hat neben seinem Ergebnis für 2016 auch zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und operativem Gewinn für das laufende Jahr in Aussicht gestellt. Damit sei der Ausblick nicht mehr so konservativ wie sonst beim Unternehmen üblich ausgefallen, hieß es im Handel.

Die Anleger zeigten sich angetan und schlugen zu: In Spitze stieg das Papier am Morgen um mehr als zehn Prozent auf ein neues Jahreshoch bei 56,76 Euro. Allerdings liegt dieses nur knapp über dem Wert Anfang Januar – im laufenden Jahr hat das Papier somit kaum zugelegt. Im Vergleich zum Jahrestiefststand Anfang Februar ist es aber eine Erholung von mehr als 20 Prozent. Ende Januar hatte der Kurs nach der Vorlage der vorläufigen Ergebnissen für 2016 kräftig nachgegeben. Nemetschek hatte trotz Rekordzahlen die eigene Prognose verfehlt.

Nemetschek teilte mit, dass das in Aussicht gestellte Wachstum mit strategischen Investitionen einhergehe. Geld solle beispielsweise in die weitere Internationalisierung und markenübergreifende Projekte gesteckt werden, erklärte der Anbieter von Software für Architekten, Ingenieure und die Bauindustrie.

Gewinnanteil soll stabil bleiben

Ohne Berücksichtigung von Währungseinflüssen und weiteren möglichen Zukäufen plant der TecDax-Konzern für 2017 einen Konzernumsatz in der Bandbreite von 395 bis 401 Millionen Euro. Das würde einem Plus zum Vorjahr zwischen 17 und 19 Prozent entsprechen. Das rein organische Wachstum - ohne die Gesellschaften dRofus, die seit Jahresbeginn konsolidiert wird und Design Data, die erstmals über volle zwölf Monate einbezogen wird - wird dabei mit einem Wert zwischen 13 und 15 Prozent erwartet.

Beim operativen Ergebnis stellt das Unternehmen mit Sitz in München ebenfalls eine deutliche Zunahme in Aussicht und erwartet ein Ebitda zwischen 100 und 103 Millionen Euro. Das wäre ein Wachstum von 16 bis 20 Prozent zum bereinigten Ebitda des Vorjahres von 86,1 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge - also das Verhältnis von operativem Gewinn zum Umsatz - aus dem Jahr 2016 soll trotz der Investitionen gehalten werden. Im Jahr 2016 wies Nemetschek eine Ebitda-Marge von 26,1 Prozent aus.

Quelle: n-tv.de

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