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Ein vom Erdbeben beschädigtes Haus am in Christchurch in Neuseeland: Nie zuvor haben Naturkatastrophen so viele Schäden angerichtet wie im Jahr 2011.
Ein vom Erdbeben beschädigtes Haus am in Christchurch in Neuseeland: Nie zuvor haben Naturkatastrophen so viele Schäden angerichtet wie im Jahr 2011.(Foto: picture alliance / dpa)

"Risikobewusstsein wächst": Munich Re peilt wieder Gewinn an

Weniger Belastungen durch Naturkatastrophen und keine weiteren Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen: Nach dem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr hängt die Münchener Rück nun die Latte wieder höher.

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Die weltweit größte Rückversicherung Munich Re peilt dieses Jahr einen Gewinn von 2,5 Mrd. Euro an. Naturkatastrophen und Griechenland-Krise hatten das Konzernergebnis im vergangenen Jahr um zwei Drittel auf 712 Mio. Euro einbrechen lassen. Jetzt rechnet die Versicherung mit steigenden Prämien. Nach Großschäden wie im vergangenen Jahr "nimmt das Risikobewusstsein zu", erklärte Nikolaus von Bomhard am Dienstag in München.

Wegen der Erdbeben in Japan und Neuseeland und den Überschwemmungen in Australien und Neuseeland war 2011 für die Versicherungen das teuerste Naturkatastrophenjahr gewesen. Zudem hatte die Munich Re allein auf griechische Staatsanleihen 1,2 Mrd. Euro abschreiben müssen. Aus dem soeben verkündeten Schuldenschnitt und Anleihetausch erwarte sie 2012 aber allenfalls noch geringe Lasten, teilte die Versicherung mit. Sie rechne zwar weiterhin mit niedrigen Zinsen, aber einem besseren Kapitalanlageergebnis und steigenden Prämien für Katastrophenschutz. Mit dem angepeilten Gewinn von 2,5 Mrd. Euro wäre die Munich Re wieder auf dem Niveau der Vorjahre 2009 und 2010.

Die Aktionäre sollen trotz des Gewinneinbruchs die gleiche Dividende wie im Vorjahr erhalten, insgesamt will die Munich Re 1,1 Mrd. Euro ausschütten und damit mehr als den Jahresgewinn. Unter den Dax-Konzernen "halten wir einen Spitzenplatz bei der Dividendenrendite", betonte Bomhard.

Quelle: n-tv.de

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