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Mehrfach hatte Cockpit gestreikt, um neue Tarifverträge durchzusetzen.
Mehrfach hatte Cockpit gestreikt, um neue Tarifverträge durchzusetzen.(Foto: dpa)

Neue Tarifverträge bis 2022: Lufthansa einigt sich mit Piloten

Nach Jahren des Streits und zahlreicher Streiks einigen sich die Lufthansa und ihre Piloten auf neue Tarifverträge. Die getroffenen Vereinbarungen sollen bis 2022 gelten.

Im jahrelangen Tarifstreit haben Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Cockpit eine Einigung erzielt. Die Parteien hätten eine "Grundsatzeinigung zu allen wesentlichen ausstehenden Tarifverträgen" getroffen, teilte die Fluggesellschaft mit. Die Einigung sehe unter anderem langjährige Regelungen zu Gehalt und Altersversorgung der Piloten vor. Zudem sollen Piloten ab dem 60. Lebensjahr aus dem Dienst ausscheiden können. Außerdem akzeptieren sie unter anderem die Umstellung der Betriebsrenten auf Festbeiträge.

Bislang hatte Lufthansa die absolute Höhe der Zahlungen garantiert und damit das Zinsrisiko übernommen. Die Neuregelung wirkt nun schon im Geschäftsjahr 2017 entlastend auf die Bilanz und soll bis zum Jahr 2022 gelten. Die Lufthansa-Aktie zeigte bereits eine positive Reaktion auf die Einigung mit der Gewerkschaft.

14 Streiks in fünf Jahren

Lufthansa garantiert den rund 5400 Konzernpiloten, dass zu diesen Bedingungen bis Mitte 2022 mindestens 325 Jets betrieben werden. Damit würden 600 Stellen für Kapitänsanwärter geschaffen und rund 700 Nachwuchsflugzeugführer könnten eingestellt werden.

Der Tarifkonflikt läuft bereits seit 2012 - mit 14 Streiks, 500 Millionen Euro Kosten und ungezählten Verhandlungsrunden. Der bislang letzte Streik hatte Reisepläne von Lufthansa-Kunden Ende November durcheinander gebracht. Zudem verursachten die Streiks Millionenschäden für die Airline.

Vor der Einigung hatten Lufthansa und die Piloten eine erste Teillösung erreicht, die nun von der neuen Einigung zum Gehalt mit einer längeren Laufzeit ersetzt wird. Die Urabstimmung zur Schlichtung müsse aus formellen Gründen noch abgeschlossen werden, sagte ein Cockpit-Sprecher. Die Gewerkschaft gehe aber davon aus, die neuen Verträge bis Mitte des Jahres unter Dach und Fach zu bringen.

Quelle: n-tv.de

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