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Uniper meldet Gewinnsprung: Eon verdient weniger

Durch die Abspaltung des "dreckigen" Versorgers Uniper wollte sich Deutschlands ehemals größter Energiekonzern Eon auf zukunftsträchtige Geschäfte konzentrieren. Zu Beginn des Jahres verbucht Uniper allerdings einen Gewinnsprung, während Eon weniger verdient.

Der Energiekonzern Eon kämpft nach dem Rekordverlust 2016 auch im neuen Geschäftsjahr mit Einbußen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um etwa ein Drittel auf 1,04 Milliarden Euro geschrumpft, teilte der Versorger mit. Unter dem Strich verdiente der Versorger 628 Millionen Euro - ein Minus von 46 Prozent.

Während das wichtige Geschäft mit den Strom- und Gasnetzen zulegen konnte, schwächelte das Vertriebsgeschäft. Grund hierfür seien gestiegene Netzentgelte sowie höhere Beschaffungskosten im Strom- und Gasbereich in Deutschland und Großbritannien gewesen. Zudem sei das Atomkraftwerk Brokdorf länger als erwartet vom Netz. Diese Faktoren würden aber im Jahresverlauf ausgeglichen, so dass die Prognose für 2017 bestehen bleibe. Danach soll das bereinigte Ebit bei 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro liegen.

Der einst größte deutsche Versorger hatte im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von 16 Milliarden Euro eingefahren. Nach der Abspaltung des Kraftwerksgeschäfts von Uniper konzentriert sich der Konzern auf das Geschäft mit Ökostrom, Netzen und dem Vertrieb. Im Netzgeschäft konnte Eon im ersten Quartal seinen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) um elf Prozent auf rund 630 Millionen Euro verbessern. Das Ökostromgeschäft habe einen stabilen Gewinn von 160 Millionen Euro erzielt. Im Bereich Kundenlösungen brach der operative Gewinn dagegen um 44 Prozent auf 330 Millionen Euro ein.

Gewinnsprung bei Uniper

Die ehemalige Eon-Tochter Uniper dagegen ist mit einem Gewinnzuwachs in das neue Geschäftsjahr gestartet. Der Konzernüberschuss stieg im ersten Quartal von 652 Millionen auf 733 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Dabei profitierte der Konzern, der im vergangenen Jahr vom Energieversorger Eon abgespalten wurde, von einer höheren Bewertung seiner Finanzinstrumente. Mit diesen sichert Uniper seine langfristigen Strom- und Gaspositionen im Handelsgeschäft ab. Operativ verdiente Uniper hingegen weniger, was allerdings auch an positiven Sondereffekten im Vorjahr lag, wie etwa angepasste Lieferkonditionen für Gasbezugsverträge. Der Umsatz verbesserte sich um 13,7 Prozent auf rund 22,3 Milliarden Euro. Die Ergebnisprognose für 2017 bestätigte Uniper.

Quelle: n-tv.de

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