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Mitte der Woche vermeldet der Energieversorger den größten Verlust in der Firmengeschichte.
Mitte der Woche vermeldet der Energieversorger den größten Verlust in der Firmengeschichte.(Foto: AP)

Kapitalerhöhung erfolgreich: Eon sammelt 1,35 Milliarden Euro ein

Mit der Ausgabe von mehr als 200 Millionen neuer Aktien besorgt sich Eon frisches Geld am Kapitalmarkt. Rund 1,35 Milliarden Euro spült die Emission in die Kassen des Energieversorgers: Ein wichtiger Schritt, um die Rekordschulden zu reduzieren.

Der Versorger E.ON hat seine Kapitalerhöhung erfolgreich über die Bühne gebracht. E.ON fließen nach Platzierung von gut 200 Millionen neuen Aktien nun etwa 1,35 Milliarden Euro in die Kasse, wie das Unternehmen in Essen mitteilte. Am Mittwoch hatte E.ON den Rekordverlust von 16 Milliarden Euro vermeldet.

Die Aktien wurden in einem beschleunigten Platzierungsverfahren verkauft. Mit dem Erlös will E.ON vor allem eine zur Jahresmitte auf das Unternehmen zukommende Zahlung von insgesamt 10 Milliarden Euro an den staatlichen Atomfonds finanzieren. "Wir haben gestern in der Bilanzpressekonferenz angekündigt, dass wir Maßnahmen zur Finanzierung der Risikoprämie zügig durchführen werden. Dies ist uns bereits heute mit der Kapitalerhöhung erfolgreich gelungen", sagte der kommende Finanzchef Marc Spieker laut Mitteilung.

Am Vortag hatte E.ON die Anleger angesichts des höchsten Verlusts in der Firmengeschichte bereits auf eine Kapitalerhöhung eingestimmt. E.ON wolle bis zu zwei Milliarden Euro am Kapitalmarkt einsammeln, hatte es bei Vorlage der Jahreszahlen noch geheißen. Die Risikoprämie aus dem Atomkompromiss sei schmerzhaft, so Konzernchef Johannes Teyssen. Dabei hat die Energiewende das Unternehmen schwer erwischt. Inklusive der Kraftwerks-Abspaltung Uniper summierte sich das Minus im vergangenen Jahr auf 16 Milliarden Euro

Die Kapitalerhöhung sei ein erster Schritt, um die Verschuldung von E.ON auf rund 20 Milliarden Euro zu reduzieren. Wegen des Atomkompromisses und der Belastungen aus der Kraftwerks-Abspaltung Uniper waren die Schulden von E.ON zuletzt auf insgesamt 26,3 Milliarden Euro angestiegen und das Eigenkapital auf 1,3 Milliarden Euro zusammengeschmolzen.

Quelle: n-tv.de

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