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Genau hingeschaut: Gewinnmitnahmen nach Erstquartalszahlen bei Drägerwerk.
Genau hingeschaut: Gewinnmitnahmen nach Erstquartalszahlen bei Drägerwerk.

"Fundamental positiv"?: Drägerwerk-Kursrally abrupt beendet

Umsatz steigt, operativer Gewinn statt Verlust, Orderplus: Das Zahlenwerk von Drägerwerk zum ersten Quartal kann sich sehen lassen. Dennoch gibt der Aktienkurs nach. Ein Händler weiß die Antwort.

Mit den Erstquartalszahlen hat der im TecDax notierte Medizintechnikkonzern Drägerwerk die Anleger nicht überzeugen können. Die Titel gaben in der Spitze fast zwei Prozent auf 94,00 Euro ab und gehörten damit zu den größten Verlierern im Techwerte-Index am Donnerstag. Danach pendelten sich die Aktien bei einem Abschlag von 1,2 Prozent und Kursen um 94,50 Euro ein.

Drägerwerk  hatte im ersten Quartal nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum wieder einen operativen Gewinn erzielt. Der Auftragseingang war zudem deutlich gestiegen. Er legte währungsbereinigt um 5,4 Prozent zu, nominal betrug das Plus 6,6 Prozent. Wie Drägerwerk mitteilte, verzeichneten alle Regionen höhere Ordereingänge, stark sei die Nachfrage vor allem in Europa gewesen. Schwierig sei das Geschäft dagegen in Zentral- und Südamerika.

Der Umsatz sank im ersten Quartal bereinigt um Wechselkurseffekte um rund 1,1 Prozent auf 535 Millionen Euro, legte aber nominal um 0,5 Prozent zu. Die Bruttomarge stieg um drei Prozentpunkte auf rund 45 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug plus zwei Millionen Euro nach einem Verlust von 15,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Prognose bekräftigt

Für das laufende Jahr rechnet Drägerwerk weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im Korridor von 0,0 bis 3,0 Prozent. Die Ebit-Marge soll 5,0 bis 7,0 Prozent erreichen.

Als "fundamental positiv" bezeichnete ein Aktienhändler den Auftragseingang: "Im vergangenen Jahr haben die Orders kaum zugelegt und waren damit eine Schwachstelle." Allerdings dürfte der Aktienkurs nach einer 56-prozentigen Kursrally seit Anfang November auch eine Verbesserung der Auftragseingänge teilweise eingepreist haben. Die Aktie sei somit "latent anfällig für eine Kurskorrektur", erklärte der Marktteilnehmer den fallenden Kurs.

Quelle: n-tv.de

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