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Kapitalerhöhung abgeschlossen: Deutsche Bank sammelt Milliarden ein

Nach den verlustreichen Jahren 2015 und 2016 versucht sich die Deutsche Bank mit einer milliardenschweren Kapitalspritze besser aufzustellen. Hauptziel ist eine bessere Kapitalausstattung. Aber nicht alles geht reibungslos über die Bühne.

Die Deutsche Bank hat wie geplant ihr Kapital um acht Milliarden Euro aufgestockt. Wie das größte deutsche Kreditinstitut mitteilte, wurde die Anfang März angekündigte Kapitalerhöhung erfolgreich umgesetzt. Demnach wurden 687,5 Millionen neue Aktien für je 11,65 Euro ausgegeben. Rund 98,9 Prozent der Bezugsrechte wurden ausgeübt, der Rest der Aktien werde am Markt verkauft, hieß es.

Die Deutsche Bank stemmt sich mit der Kapitalerhöhung gegen Milliardenverluste in den vergangenen Jahren. Das Geschäftsjahr 2016 hatte die Deutsche Bank mit einem Minus von rund 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen. 2015 war ein Fehlbetrag von 6,8 Milliarden Euro aufgelaufen - das größte Minus in der Geschichte der Deutschen Bank.

Höhere Kernkapitalquote ein Ziel

Das Finanzinstitut habe den Zeichnern einen "sehr hohen Discount einräumen" müssen, hatte ein Händler gesagt. Es sei zu vermuten, dass die Bank zuvor mit den Konsortialhäusern "bei den Investoren das Terrain sondiert hat. Ein höherer Ausgabepreis war offensichtlich nicht drin." Die Kapitalerhöhung war von einem Konsortium aus 30 Banken garantiert worden.

Sie wurde durchgeführt, um das schwache Kapitalpolster der Deutschen Bank zu stärken. Die harte Kernkapitalquote beträgt per Ende 2016 pro forma 14,1 Prozent statt der 11,8 Prozent, die die Bank berichtet hatte. Mittelfristig strebt die Deutsche Bank eine Quote von "deutlich über" 13 Prozent an.

Die Aktien der Bank gaben 1,2 Prozent nach. In einem schwachen Marktumfeld gehörten sie damit zu den größten Verlierern im deutschen Börsenleitindex.

Quelle: n-tv.de

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