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Erneut geht es für die Deutsche-Bank-Aktie nach unten.
Erneut geht es für die Deutsche-Bank-Aktie nach unten.(Foto: picture alliance / dpa)

Bezugsrechte-Handel läuft aus: Deutsche-Bank-Aktie im Abwärtssog

Erneut ist das Papier der Deutschen Bank Schlusslicht im Dax. Grund ist der Einbruch bei den Bezugsrechten im Rahmen der Kapitalerhöhung. Der Einkauf bei einem Fintech hingegen macht sich beim Kurs nicht bemerkbar.

Bei der Deutschen Bank werden die Bezugsrechte für die acht Milliarden Euro große Kapitalerhöhung an ihrem letzten Handelstag regelrecht auf den Markt geschmissen. Der Preis für die Rechte an den neuen Aktien bricht um mehr als sieben Prozent ein. Wie die Erfahrung zeigt, werden am letzten Tag Überhänge platziert, also nicht ausgeübte Bezugsrechte.

Das drückt auch auf den Aktienkurs der Deutschen Bank, der um 2,8 Prozent auf 15,28 Euro nachgibt. Im Handel wird allerdings erwartet, dass schon bald Shorteindeckungs-Operationen in der Aktie einsetzen werden. Diese könnten mehrere Tage anhalten.

Die Deutsche Bank will mit der Erhöhung des Grundkapitals um fast 50 Prozent die Debatte um eine zu dünne Kapitaldecke beenden. Mit den acht Milliarden Euro steigt ihre harte Kernkapitalquote von Deutschlands größtem Geldhaus von knapp 12 auf mehr als 14 Prozent. Das ist mehr, als die meisten europäischen Banken aufweisen können.

Einkauf bei Fintech ohne Effekt

Die Aktionäre der Deutschen Bank erhalten für jeden ihrer Anteile ein Bezugsrecht, das ebenfalls an der Börse gehandelt wird. Zwei davon berechtigen dazu, bis zum 6. April eine neue Aktie zum Preis von 11,65 Euro zu kaufen. Die Papiere können aber auch über die Börse verkauft werden.

Keinen Einfluss auf die Deutsche Bank hat nach Einschätzung eines Händlers der Kauf einer 12,5-Prozent-Beteiligung an dem Hamburger Fintech-Unternehmen Trust Bills haben. Wie das Handelsblatt berichtet, steht die Deutsche Bank offenbar kurz vor dem Erwerb der Anteile. Das vor zwei Jahren von Geschäftsführer Jörg Hörster gegründete Unternehmen bietet eine digitale Auktionsplattform für Handelsforderungen von Unternehmen. Finanzielle Details sind nicht bekannt. Wie der Händler anmerkt, hat sich die DZ-Bank bereits im vergangenen Jahr mit 25 Prozent an Trust Bills beteiligt.

Quelle: n-tv.de

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