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Donnerstag, 14. Oktober 2010

Es geht um 615 Billionen Dollar: Derivate-Handel an die Kette

Die Neuordnung des Derivate-Handels ist Teil der US-Finanzmarktreform. Die Börsenaufsicht SEC sagt jetzt, wie eine Verschärfung der Regeln zu mehr Transparenz und Sicherheit führen kann - immerhin geht es um einen Markt von 615 Billionen Dollar.

US-Aufsicht will Derivate-Handel an die Kette legen.
US-Aufsicht will Derivate-Handel an die Kette legen.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Reform des 615 Billionen Dollar schweren Derivate-Marktes in den USA ist ein Stück vorangekommen. Die Kommissionsmitglieder der US-Börsenaufsicht SEC sprachen sich geschlossen für eine Begrenzung der Eigentümerstrukturen bei Clearingstellen und Börsen aus, über die künftig ein Großteil des Derivate-Handels laufen soll.

Um einen Interessenskonflikt zu vermeiden soll ein Mitglied einer Clearingstelle laut einem Plan der Regulierungsbehörden nur bis zu 20 Prozent an dem Haus halten dürfen. Zudem sollen Verwaltungsräte zu einem Drittel aus unabhängigen Vertretern bestehen.

Bei den Handelshäusern plädiert die SEC für eine Obergrenze bei Beteiligungen von 20 Prozent. Im Direktorium soll die Mehrheit der Vertreter nach Vorstellung der Behörde unabhängig sein.

Luft aus den Spekulationsblasen lassen

Die Neuordnung des Derivate-Handels ist Teil der Finanzmarktreform. Durch eine Abwicklung über Clearingstellen oder Börsen erhoffen sich die Regulierungsbehörden mehr Transparenz über Preise und Spekulationsblasen. Neben der SEC befasst sich auch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) mit der Reform.

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Quelle: n-tv.de

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