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Aktie auf Jahreshoch: Adidas-Anleger gehen steil

Vergessen scheint der Einbruch der Adidas-Aktie im vergangenen Jahr. Und nun schwingt sich das Papier des Sportausrüsters sogar wieder zu alter Stärke hoch: Fast fünf Prozent legt die Aktie zu, nachdem der Konzern seine Jahresprognose nach oben korrigiert.

Der optimistische Ausblick von Adidas hat die Aktien des Sportartikelherstellers an die Dax-Spitze getrieben. Die Titel kletterten in der Spitze um 4,6 Prozent auf 85,95 Euro, den höchsten Stand seit Februar 2014. Weil der Sportausrüster im Sommer Erlöse und Gewinne stärker steigerte als erwartet, steckte Vorstandschef Herbert Hainer sich höhere Ziele für das Gesamtjahr. Adidas erwartet nun eine Steigerung des währungsbereinigten Umsatzes im hohen einstelligen Prozentbereich. Bislang hatte Adidas ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich angekündigt.

"Dank unserer hervorragenden Performance in den ersten neun Monaten erreichen wir die Ziellinie für 2015 viel schneller, als wir erwartet haben", erklärte Hainer. Sogar die schwächelnde Golfsparte, von Adidas selbst zuletzt als Sanierungsfall eingestuft, legte im dritten Quartal zu: Der Umsatz der Sparte stieg währungsbereinigt um mehr als sechs Prozent, mit Rückenwind durch den starken Dollar sogar um 15 Prozent.

Analysten sind von Zahlen beeindruckt

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Die Zahlen für das dritte Quartal seien sehr stark, hieß es einem Kommentar der Baader Bank. DZ-Bank-Analyst Herbert Sturm riet zu Gewinnmitnahmen. Die erhöhte Ergebnisguidance sei bereits vollständig in den Markterwartungen reflektiert. Seit Jahresbeginn haben Adidas mehr als 40 Prozent an Wert zugelegt, der Dax kommt im selben Zeitraum auf ein Plus von 10,6 Prozent.

Konzernweit wuchsen die Erlöse um 18 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich 4,5 Milliarden Euro erwartet. Der Betriebsgewinn des Konzerns kletterte um gut 26 Prozent auf 505 Millionen Euro - Branchenexperten hatten im Durchschnitt mit 451 Millionen Euro gerechnet. Der Überschuss legte um zehn Prozent auf 311 Millionen Euro zu, fünf Millionen Euro mehr als an den Finanzmärkten erwartet. Auch der größere Erzrivale Nike in den USA und der Branchendritte Puma hatten zuletzt von guten Geschäften berichtet.

Stellenabbau bei Golf-Sparte

"Die Investitionen in unsere Marken sowie eine schlankere Golforganisation werden im nächsten Jahr einen unmittelbaren und positiven Einfluss auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung haben", erklärte Hainer. Damit sei der Sportausrüster für eine nachhaltige Steigerung der Profitabilität vom kommenden Jahr an gut aufgestellt.

Die Sparte TaylorMade-adidas Golf werde ihre Strukturen und Abläufe weiter straffen. Dazu gehöre auch ein Stellenabbau: Die Zahl der Mitarbeiter der Sparte soll bis Jahresende weltweit um 14 Prozent verringert werden. Da immer weniger Amerikaner der früheren Trendsportart nachgehen, hatte Hainer bei TaylorMade-adidas Golf harte Einschnitte angekündigt.

Quelle: n-tv.de

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