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Für 2015 sollen die Aktionäre 1,65 Euro pro Aktie bekommen - mehr als erwartet.
Für 2015 sollen die Aktionäre 1,65 Euro pro Aktie bekommen - mehr als erwartet.(Foto: imago/Westend61)

Dividende überrascht positiv: Aareal Bank ist plötzlich Anleger-Liebling

Zuletzt eher geschmäht, entdecken Anleger die MDax-Aktie der Wiesbadener Aareal Bank nun für sich. Nach einer überraschend hohen Dividende greifen sie zu und lassen die Aktie mehr als zehn Prozent steigen.

In Erwartung höherer Dividenden haben Anleger am Donnerstag gleich reihenweise bei den Aktien der Aareal Bank zugegriffen. Die Titel der Immobilienbank aus Wiesbaden schossen in der Spitze um 12,6 Prozent auf 27,58 Euro - sie verbuchten damit den größten Tagesgewinn seit mehr als vier Jahren. Im laufenden Jahr lief es bisher eher schlecht für Aareal-Aktionäre: Die Aktie hatte bis zuletzt fast 16 Prozent an Wert verloren.

Für 2015 sollen die Aktionäre nun entschädigt werden und 1,65 Euro pro Aktie bekommen. Das entspräche einer Dividendenrendite von fast 6 Prozent, bisher die höchste im MDax. Analysten hatten im Schnitt 1,52 Euro erwartet. Im Vorjahr waren es nur 1,20 Euro.

Und in den kommenden Jahren soll die Ausschüttungsquote noch steigen. "Die neue Dividendenpolitik ist eine positive Überraschung", schrieb Equinet-Analyst Philipp Häßler in einem Kommentar. Mit einer Dividendenrendite von nahezu sieben Prozent sei Aareal sicherlich eine interessante Aktie.

Mit Blick auf das laufende Jahr bleibt Bank vorsichtig

Der Grund für die Spendierfreude bei der Aareal Bank: Das Nettoergebnis konnte im vierten Quartal von 33 Millionen auf 60 Millionen Euro fast verdoppelt werden. Und das Betriebsergebnis fiel mit einem Anstieg von 86 auf 92 Millionen Euro besser als erwartet aus. Analysten hatten mit 88 Millionen Euro gerechnet. Die Wiesbadener profitierten insgesamt von unerwartet hohen Einmalerträgen aus vorzeitigen Kreditrückzahlungen, die für einen kräftigen Anstieg des Zinsüberschusses sorgten.

Mit Blick auf das laufende Jahr äußerte sich die Bank aber dennoch vorsichtig. Sie rechnet weiterhin mit einem sehr schwierigen Marktumfeld. Die konjunkturelle Entwicklung dürfte in den wichtigen Weltregionen weiterhin stark auseinandergehen. Unsicherheit bestehe dabei insbesondere mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in China und in der Eurozone, während die USA ein vergleichsweise robustes Wachstum zeigen dürften.

Quelle: n-tv.de

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