Freitag, 14. Juli 2017: Der Tag bei n-tv

Heute mit Jan Gänger

17:38 Uhr

Dax schließt kaum verändert

Der Frankfurter Aktienmarkt verabschiedet sich uneinheitlich ins Wochenende. Der Dax verliert minimal auf 12.631 Punkte, während der MDax 0,3 Prozent auf 26.162 Punkte gewinnt. Der TecDax legt 0,4 Prozent auf 2298 Zähler zu.

Ich mache jetzt auch Feierabend. Aber vorher wünsche ich Ihnen noch ein schönes Wochenende.

Wie es an den US-Börsen weitergeht? Darüber informieren Sie meine Kollegen.

16:56 Uhr
16:27 Uhr
(Foto: REUTERS)

Gold wird teurer

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Nach den jüngsten US-Daten zu den Verbraucherpreisen und Einzelhandelsumsätzen zieht der Goldpreis kräftig an. Die Feinunze Gold legt um 1,1 Prozent zu auf 1231 Dollar zu - das ist der größte Tagesgewinn in dieser Woche.

Der Grund: Der Inflationsdruck in den USA hat im Juni stärker als erwartet nachgelassen. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Das ist das  kleinste Plus seit Oktober 2016. Im Mai hatte die Teuerungsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen.

Zudem schrumpfte der Einzelhandelsumsatz, während ein leichtes Plus prognostiziert worden war.

Das dämpft Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen in näherer Zukunft – und macht Investitionen in Gold, das bekanntlich keine Zinsen abwirft, attraktiver.

15:59 Uhr

Banken bremsen US-Börsen

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Die US-Börsen sind mit leichten Gewinnen in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Dow Jones gewinnt 0,1 Prozent auf 21.576 Punkte, der S&P 500 legt ebenfalls 0,1 Prozent zu und tendiert damit bei 2452 Zählern. Der Nasdaq-Composite steigt um 0,2 Prozent auf 6291 Punkte.

Anleger konzentrieren sich vor allem auf die Quartalsberichte dreier großer US-Banken. Zwar übertrafen sie alle die Gewinnprognose, doch blieben deutliche Kursgewinne aus. Das liegt auch daran, dass die Renditen am Anleihemarkt fallen - und damit tendenziell das Zinsniveau

JP Morgan verlieren 2,3 Prozent. Für die Aktien der Citigroup geht es 1,7 Prozent nach unten. Wells Fargo büßen 2,2 Prozent ein.

Daneben stand auch eine Serie von Konjunkturdaten an, die überwiegend schwächer hereinkamen als erwartet und somit ein wenig Fantasie auf eine weniger straffe Geldpolitik in Amerika wecken. So fällt der Dollar, während Gold, Aktienfutures und Anleihen etwas zulegen.

Die Teuerung war niedriger als erwartet und der Einzelhandelsumsatz schrumpfte etwas, während ein leichtes Plus prognostiziert worden war. Die Industrieproduktion ist zwar etwas mehr gestiegen als erwartet, allerdings blieb die Kapazitätsauslastung trotz eines Anstiegs hinter den Erwartungen zurück.

Für Wal-Mart geht es 1,5 Prozent nach oben. Die Analysten von Goldman Sachs haben den Wert auf "Buy" erhöht und nehmen ihn überdies auf ihre "Conviction"-Liste. Auch Boeing profitiert mit einem Plus von 0,9 Prozent von einer Hochstufung. JP Morgan hatte den Wert auf "Overweight" erhöht.

Celadon Group steigen um 15 Prozent. Die auf den Fernverkehr spezialisierte Spedition hat einen Restrukturierungsfachmann an Bord geholt, der die Finanzen auf Vordermann bringen soll. Paul Svindland wird Paul Will am 24. Juli ersetzen. Will wird darüber hinaus auch als Chairman zurücktreten. Auch Patriot National erhält mit John Rearer einen neuen Chef. Steven Mariano, der Unternehmensgründer und Chairman des Anbieters von technischen Lösungen, tritt als CEO zurück. Für die Aktie geht es 13 Prozent nach oben-

15:41 Uhr
15:03 Uhr

Bankensektor geht auf Tauchstation

Im europäischen Bankensektor geht es abwärts. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen kommen die Geschäftszahlen von JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo bei den Anlegern nicht gut an. Daneben geht es mit der Bundrendite nach schwachen US-Konjunkturdaten wieder kräftiger nach unten, eine für den Sektor negative Entwicklung. Bundesanleihen rentieren bei 55 Basispunkten, nachdem sie am Vortag zeitweise über 60 Basispunkte standen. Für Banken geht es europaweit um 1,3 Prozent nach unten.

14:48 Uhr

US-Daten stützen Dax und Euro

Mit leichten Aufschlägen reagieren Dax und Euro auf die Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten.

Die Einzelhandelsumsätze sind im Juni um 0,2 Prozent gefallen - erwartet wurde ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Verbraucherpreise sind im Juni im Kern um 0,1 Prozent gestiegen, hier war ein Plus von 0,2 Prozent erwartet.

Die schwächeren Daten sprechen dafür, dass sich die US-Notenbank Fed bei ihren Bemühungen um eine Normalisierung der Geldpolitik zurückhalten wird.

Fed-Chefin Yellen hatte unlängst vor dem US-Kongress von "Unsicherheiten beim Inflationsausblick" gesprochen. Das spricht dafür, dass die US-Notenbank sehr vorsichtig agieren wird. Derzeit legen die Fed-Projektionen bis Ende 2018 noch vier Zinsschritte nahe, der Markt rechnet aber nur mit zwei. Die nun veröffentlichten US-Daten sind ein weiteres Indiz dafür, dass die Fed-Zinserwartungen vielleicht zu optimistisch sind.

Der Euro steigt leicht auf 1,1435 Dollar an, der Dax gewinnt 0,1 Prozent.

14:18 Uhr

Wells Fargo verdient mehr

Die Zahlen von Wells Fargo sind nun auch veröffentlicht. Die Bank profitierte im abgelaufenen Quartal von steigenden Zinsen und der robusten Konjunktur. Der Gewinn stieg um fünf Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Während die Kreditnachfrage stieg, musste die Bank weniger Geld auf faule Kredite abschreiben.

Und wie reagiert die Börse?

Wells Fargo verlieren vorbörslich 0,3 Prozent.

JP Morgan geben 1 Prozent nach.

Citigroup legen 0,2 Prozent zu.

14:05 Uhr

Citigroup verdient weniger

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Mit der Citigroup hat die zweite von drei großen US-Banken Quartalszahlen vorgelegt: Der Nettogewinn der Citigroup fiel im zweiten Quartal um drei Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Die Erwartungen der Analysten wurden damit allerdings übertroffen, sie hatten im Schnitt mit einem kräftigeren Rückgang gerechnet.

Das Management begründete den Gewinnrückgang mit höherne Kosten und Steuern. Das Kreditgeschäft und die Erträge hätten sich jedoch positiv entwickelt, sagte Citi-Chef Michael Corbat.

JPMorgan hat bereits Zahlen vorgelegt, nun fehlen noch die Quartalszahlen von Wells Fargo.

13:43 Uhr

JP Morgan bremst Deutsche Bank aus

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Die Aktien der Deutschen Bank fallen nach den Quartalszahlen von JPMorgan auf das Tagestief von 16,41 Euro zurück. Kurz zuvor hatte der Kurs bei 16,58 Euro noch ein Tageshoch markiert. "Das Ergebnis im Anleihengeschäft von JPMorgan hat die Erwartungen leicht verfehlt. Das drückt ein wenig auf die Deutsche Bank", sagt ein Händler. Dieses Geschäft sei für die Bank mit Abstand das wichtigste Standbein in den USA. Weil aber die Ergebnisse von JPMorgan alles in allem solide seien, dürfte sich auch der Druck auf die Deutsche Bank in Grenzen halten, vermutet der Händler

Die größte US-Bank hatte durch die steigenden Zinsen Rückgänge im Anleihenhandel mehr als wettmachen können. Der Gewinn stieg im zweiten Quartal um 13 Prozent auf sieben Milliarden Dollar.

13:24 Uhr

70 Prozent Absturz - in nur fünf Tagen

Nach einer Gewinnwarnung und einem Dividendenausfall hat die Aktie des britischen Baukonzerns Carillion seit Montag mehr als 70 Prozent an Wert verloren. Dass sich die Aktie heute an der Londoner Börse um knapp 9 Prozent erholt, dürfte für nur ein kleiner Trost sein.

Das Unternehmen hatte heute mitgeteilt, es habe neue Finanzberater engagiert. Ihre Aufgabe: Sie sollen helfen, den Zusammenbruch des Konzerns abzuwenden.

Um Geld zu sparen, will der Konzern keine Dividende ausschütten. Außerdem zieht er sich von Großprojekten in Katar, Saudi-Arabien und Ägypten zurück.

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13:03 Uhr
(Foto: imago/ITAR-TASS)

Ölpreise drehen ins Plus

Die Ölpreise legen etwas zu. Im Verlauf der letzten Stunden drehten die Notierungen in die Gewinnzone und knüpften an die Erholung der vergangenen Handelstage an. Derzeit kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,66 US-Dollar. Das sind 24 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung steigt um 22 Cent auf 46,30 Dollar.

Kurz vor dem Wochenende präsentiert sich der Handel jedoch ohne klare Richtung. Zuletzt gab es unterschiedliche Signale zur Balance am Ölmarkt. Einerseits gibt ein starker Rückgang der US-Ölreserven Hinweise auf ein gesunkenes Angebot. Andererseits sieht die Internationale Energieagentur (IEA) nach wie vor keinen Ausgleich von Angebot und Nachfrage, nachdem sie sich zuvor noch zuversichtlicher zum Abbau des Überangebots geäußert hatte.

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12:34 Uhr
12:20 Uhr

Wall Street wartet auf Banken-Bilanzen

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So. Nun ist es Zeit, auf die andere Seite des Atlantiks zu schauen. Die Futures zeigen bislang einen wenig veränderten Start der US-Leitindizes an. Das kann sich allerdings noch ändern, denn Anlegern fehlt bislang ein wichtiger Orientierungspunkt. Vor Börsenstart werden noch drei große US-Banken ihre Quartalsberichte vorlegen: Wells Fargo, JP Morgan und Citigroup.

Damit geht die Berichtssaison richtig los, in der kommenden Woche stehen zahlreiche Schwergewichte auf der Agenda.

Analysten äußern sich eher vorsichtig zu den bevorstehenden Zahlenwerken der Banken und rechnen überwiegend mit einem eher schwachen Quartal. Sollte es so kommen, könnte dies den Gesamtmarkt am Freitag belasten.

Daneben steht auch eine Serie von Konjunkturdaten an, vorbörslich sind es Daten zu Verbraucherpreisen, zum Einzelhandelsumsatz und zur Industrieproduktion, kurz nach Börsenstart folgen Daten zu Lagerbeständen und zur Verbraucherstimmung aus Michigan.

Bei den Einzelwerten könnte Celadon Group gefragt sein. Die auf den Fernverkehr spezialisierte Spedition hat einen Restrukturierungsfachmann an Bord geholt, der die Finanzen auf Vordermann bringen soll. Paul Svindland wird Unternehmenschef Paul Will am 24. Juli ersetzen. Auch Patriot National erhält mit John Rearer einen neuen Chef. Steven Mariano, der Unternehmensgründer und Chairman des Anbieters von technischen Lösungen, tritt zurück.

11:41 Uhr

Dax schlägt sich wacker

Der Dax hält auch heute die am Mittwoch zurückeroberten Gewinne. Insgesamt herrscht nach Einschätzung von Marktbeobachtern aber erst einmal wieder Vorsicht, da die Berichtssaison in den USA startet. Die Anleger hielten sich zurück, der deutsche Leitindex tritt bei 12.630 Punkten auf der Stelle. Im Wochenverlauf dagegen liegt das Plus aktuell bei zwei Prozent.

"Gestellt werden die Weichen wohl erst mit den Ergebnissen der großen US-Banken", sagt ein Händler. So werden JP Morgan, die Citigroup und Wells Fargo ihre Zahlen auf den Tisch legen. Daneben gibt es einen ganzen Reigen von US-Daten, so etwa zu den Verbraucherpreisen, zur Industrieproduktion, den Lagerbeständen und dem Michigan-Index für das Verbrauchervertrauen.

Sabrina Marggraf ist für n-tv an der Börse in Frankfurt unterwegs - und weiß, was derzeit in Sachen Dax von Interesse ist:

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11:30 Uhr

Norma erneut auf Rekordhoch

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Die Aktien von Norma bleiben auf Rekordkurs. Mit einem Kursgewinn von 3,6 Prozent erreichten die Papiere des Autozulieferers mit 54,08 Euro den höchsten Stand ihrer Börsengeschichte und führen die Gewinner im MDax an. Bereits gestern war die Aktie in der Spitze um 12,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 53,41 Euro nach oben geschnellt. Der Grund: Der Hersteller von Verbindungstechnik hatte seine Wachstumsprognose für 2017 erhöht.

Nach Ansicht von Analysten hat das Unternehmen damit sein Kurspotenzial noch immer nicht ausgereizt. Gleich mehrere Experten erhöhten am Freitag die Kursziele für die Papiere, darunter große Häuser wie die Deutsche Bank und HSBC. Den größten Optimismus legte die Equinet Bank an den Tag, die das Kursziel von 56 auf 61 Euro anhob. Das räumt den Aktien weitere fast 13 Prozent Aufwärtspotenzial ein.

10:21 Uhr
EZB-Präsident Mario Draghi.
EZB-Präsident Mario Draghi.(Foto: REUTERS)

Wann leitet die EZB die Wende ein?

Vor allem eine Frage sorgt an den Finanzmärkten für jede Menge Gesprächsstoff: Wann wird die Europäische Zentralbank den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einleiten?

Die meisten Volkswirte gehen davon aus, dass die EZB unter ihrem Chef Mario Draghi im September einen Schritt in diese Richtung macht. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Ökonomen rechnen 72 Prozent von ihnen damit, dass die Notenbank dann das Abschmelzen ihrer billionenschweren Anleihenkäufe gegen Null oder zumindest eine Verringerung des monatlichen Kaufvolumens beschließen wird.

Die EZB und die nationalen Euro-Notenbanken kaufen seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Pro Monat liegt der Kaufumfang derzeit bei 60 Milliarden Euro. Das Programm soll nach den bisherigen Planungen noch bis mindestens Ende Dezember laufen.

Das Kaufprogramm ist ein wichtiges Instrument der Notenbank gegen eine zu schwache Inflation. Durch den massiven Kauf von Staatsanleihen sinkt tendenziell das aktuelle Zinsniveau quer durch alle Anlageklassen - das soll die Wirtschaft ankurbeln. Zugleich drücken niedrigere Zinsen im Euroraum tendenziell den Eurokurs. Das hilft Exporteuren, da ihre Produkte außerhalb des Währungsraumes billiger werden.

Rund 18 Prozent der befragten Volkswirte erwarten, dass die Währungshüter mit einer Entscheidung zur weiteren Zukunft der Anleihenkäufe noch bis Oktober warten.

09:45 Uhr

Morphosys-Aktie geht durch die Decke

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Aktionäre von Morphosys dürften derzeit ziemlich gute Laune haben. Die Aktien des Biotechunternehmen schießen im TecDax um knapp 9 Prozent in die Höhe. Warum? Weil in den USA ein Medikament zur Behandlung von Schuppenflechte zugelassen wurde, an deren Entwicklung Morphosys maßgeblichen Anteil hat.

Der Analyst Oliver Metzger von der Commerzbank schätzte das Umsatzvolumen für das Medikament auf bis zu 1,5 Milliarden Euro.

09:29 Uhr

Euro steigt etwas

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Der Euro tendiert etwas höher mit 1,1411 Dollar. Und wie geht es mit dem Euro weiter? Das hängt laut Währungsexpertin Esther Reichelt von der Commerzbank vor allem von den unterschiedlichen Erwartungen des Marktes und denen der Fed hinsichtlich künftiger Zinserhöhungen ab.

Je nachdem, wie sich diese Lücke entwickle, werde der Dollar aufwerten oder nicht, sagt Reichelt. Dies hänge davon ab, ob sich der Markt auf die Fed zubewege, oder die Fed auf den Markt.

Die US-Notenbank gehe davon aus, dass sie die Zinsen 2018 in etwa in dem gleichen Tempo erhöhen könne wie dieses Jahr - unter der Voraussetzung, dass die Inflation wie von ihr erwartet steige. Genau hieran aber zweifele der Markt, sagt Reichelt. Deshalb sei er im Hinblick auf Zinserhöhungen deutlich vorsichtiger als die Fed, worunter der Dollar leide.

Zur Einordnung: Steigen die Zinsen in den USA, dann wird es attraktiver, dort sein Geld anzulegen - und die Nachfrage nach Dollar lässt die US-Devise steigen.

Reichelt zufolge wird, sobald die Inflation steige, für den Markt der Zinsausblick der Fed realistischer, der einen stärkeren Dollar rechtfertige. Nachdem sich der Fokus auf die Inflation zugespitzt habe, dürfte der Devisenmarkt nervös sein - und der Dollar schon auf kleine Überraschungen heftig reagieren.

09:15 Uhr

Nikkei schließt fester

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Und wie haben sich die Märkte in Asien geschlagen? Nicht so dolle. Vor dem Start der Bilanzsaison in den USA übten sich viele Anleger in vornehmer Zurückhaltung. Zwar hofften die Investoren darauf, dass die Firmen mit ihren Quartalsergebnissen die Prognosen der Analysten übertreffen würden, sagt Analyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets in Sydney. Aber weil in Japan ein langes Wochenende vor der Tür stehe und aus den USA noch zahlreiche Konjunkturdaten erwartet würden, trauten sich viele Investoren nicht richtig aus der Deckung.

In Tokio verabschiedete sich der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent höher bei 20.118 Punkten in den Feierabend. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,2 Prozent und legte damit den fünften Handelstag in Folge zu. Der chinesische Shanghai Composite schloss 0,1 Prozent höher bei 3.222 Punkten

Größter Verlierer in Tokio war der Einzelhändler Fast Retailing mit einem Kursabschlag von 4,6 Prozent. Der Konzern mit der Modekette Uniqlo verdiente im vergangenen Quartal weniger als erwartet.

09:07 Uhr

Dax startet entspannt

Der Frankfurter Aktienmarkt geht völlig unaufgeregt in den Tag. Der Dax verliert 0,1 Prozent auf 12.620 Punkte, während der MDax nahezu unverändert bei 25.073 Zählern tendiert. Der TecDax gewinnt 0,1 Prozent auf 2292 Punkte.

"Es sieht ein wenig danach aus, als hätte der Markt seine Kraft für diese Woche schon am Mittwoch für den Zwischenspurt vollständig aufgebraucht", sagt Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. "Bleibt zu hoffen, dass die nun startende Bilanzsaison in den USA für neue Impulse sorgen kann."

08:55 Uhr

Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise geben im frühen Handel leicht nach. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,37 US-Dollar. Das waren fünf Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur August-Lieferung sinkt um acht Cent auf 46,00 Dollar.

Zuletzt gab es unterschiedliche Signale zum Ölmarkt. Einerseits gibt ein starker Rückgang der US-Ölreserven Hinweise auf ein gesunkenes Angebot. Andererseits sieht die Internationale Energieagentur nach wie vor mehr Angebot als Nachfrage - das hielt die Ölpreise in letzter Zeit tief. Davon profitieren unter anderem deutsche Verbraucher, etwa durch sinkende Sprit- und Heizölpreise.

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07:36 Uhr

Anleger hoffen auf gute Zahlen aus den USA

Zum Wochenausklang können Dax-Anleger auf Impulse aus den USA hoffen. Dort legen die drei Banken Wells Fargo, Citi und JPMorgan ihre Zahlen zum zweiten Quartal vor und geben damit den Startschuss für die US-Bilanzsaison.

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Börsianer rechnen damit, dass daher zu Handelsstart in Frankfurt erst einmal gespannte Ruhe herrschen wird. Der Dax dürfte kaum verändert eröffnen - am Donnerstag schloss er 0,1 Prozent höher bei 12.641,33 Punkten.

In Tokio zog derweil der Nikkei-Index um 0,2 Prozent auf 20.135 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,2 Prozent auf 3213 Punkte.

Auch von Seiten der Konjunktur werden Anleger einiges zu verdauen haben. Unter anderem kommen aktuelle Daten zu den Verbraucherpreisen und der Industrieproduktion in den USA, zudem legt die Uni Michigan ihren Bericht zum Verbrauchervertrauen vor. Der Präsident der Notenbank von Dallas, Robert Kaplan, hält im Tagesverlauf eine Rede. Anleger werden seine Aussagen und die Konjunkturdaten auf Hinweise abklopfen, wie es um die US-Wirtschaft bestellt ist und wie es mit der Zinspolitik in den USA weitergeht.

Und so endete der gestrige Handelstag: An der Wall Street schloss der Dow Jones 0,1 Prozent höher bei 21.553 Zählern. Der Nasdaq und der S&P500 stiegen jeweils um 0,2 Prozent.

Mein Name ist Jan Gänger, ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Sie erreichen mich unter jan.gaenger(at)nachrichtenmanufaktur.de