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Donnerstag, 05. Oktober 2017

Der Börsen-Tag: Dax hängt vor 13.000-Marke fest

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Die europäischen Aktienmärkte werden mit einer kaum veränderten Handelseröffnung erwartet. Im Fokus dürfte weiter die Entwicklung in Spanien stehen. Es zeichnet sich weiterhin nicht ab, wie der Konflikt zwischen der Regierung in Madrid und der Provinz Katalonien gelöst werden kann. "Es ist erstaunlich, wie gelassen bis sorglos die Investoren die Entwicklung in Spanien einstufen", so ein Marktstratege. Eine neue Qualität dürfte der Konflikt erreichen, sollte Kataloniens Präsident Puigdemont am Wochenende die Unabhängigkeit ausrufen oder die Gewalt eskalieren.

Der Euro zeigt sich von der Zerreißprobe in Spanien bisher wenig beeindruckt und notiert im frühen Handel mit 1,1757 US-Dollar kaum verändert. Der Dax steht vorbörslich 0,2 Prozent tiefer bei 12.949 Punkten. Momentan sieht es nicht danach aus, als ob der Frankfurter Leitindex einen Angriff auf die 13.000-Punkte-Marke starten wird. Nach den Verlusten seit dem Wochenende hat die Börse in Madrid indes eine Chance, sich ein wenig zu erholen.

An den Anleihemärkten haben die Investoren bereits seit Tagen eine höhere Risikoprämie von dem Schuldner Katalonien gefordert. Nun hat auch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) reagiert und die Region auf "Creditwatch Negative" gesetzt. Innerhalb der kommenden drei Monate soll entschieden werden, ob die Bonitätsbewertung - aktuell bei B+ - um eine oder mehrere Stufen gesenkt wird.

S&P sieht ein Risiko, dass diese Eskalation die Koordination und Kommunikation zwischen den beiden Regierungen beschädige. Damit sei die Fähigkeit Kataloniens bedroht, seine Schulden rechtzeitig und vollständig zu begleichen.

Quelle: n-tv.de