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Sorgenvoller Blick auf die Kurse in Peking.
Sorgenvoller Blick auf die Kurse in Peking.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 02. Mai 2017

Industrie-Index fällt: China droht schwächere Konjunktur

Es war wohl nur ein kurzes Zwischenhoch: Die Industriedaten in China verheißen nicht viel Gutes. Der "Caixin"-Einkaufsmanagerindex präsentiert sich im April deutlich schwächer. Auch das Pekinger Statistikamt liefert unbefriedigende Zahlen.

Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich im April wieder verschlechtert. Ein wichtiger Frühindikator im herstellenden Gewerbe deutet auf eine Abschwächung der Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft hin. So fiel der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Wirtschaftsmagazins "Caixin" um 0,9 auf 50,3 Punkte, während Produktion und neue Geschäfte auf den niedrigsten Stand seit September zurückgingen.

"Der Abwärtsdruck in der Produktion tritt schrittweise zu Tage, indem alle Indikatoren schwächer werden", sagte der "Caixin"-Ökonom Zhong Zhengsheng. Er sah den möglichen Anfang eines Abwärtstrends, der die chinesische Wirtschaft in Kürze erfassen könnte, da Preise für Industrieprodukte zurückgingen und das Auffüllen der Lager zu Ende gehe.

Mit 50,3 Punkten lag der "Caixin"-Index, der stärker kleine und private Unternehmen erfasst, nur knapp über der kritischen Grenze von 50 Punkten. Darüber ist von einer Expansion auszugehen, darunter muss mit einer Kontraktion gerechnet werden.

Am Sonntag war schon der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamtes, der stärker große und staatliche Unternehmen erfasst, für April mit 51,2 Punkten (März 51,8) unerwartet schlecht ausgefallen. Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal mit 6,9 Prozent überraschend schnell gewachsen, doch rechnen Experten für den Rest des Jahres eher mit einer Abschwächung. Im vergangenen Jahr waren 6,7 Prozent Wachstum erreicht worden, während die Vorgabe für dieses Jahr bei rund 6,5 Prozent liegt.

Quelle: n-tv.de

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